My Journaling Routine

Uuuund weiter geht’s mit dem Journaling-Thema! Hoffentlich hängt’s euch noch nicht zu den Ohren raus… Heute dreht sich alles um das Wie und Wann und Womit. Los geht’s!

Der erste Schritt ist für mich immer das Dokumentieren meines Alltags oder auch besonderer Ereignisse wie Ausflüge, Parties usw. Dafür nutze ich, seit ich es habe, im Wesentlichen mein iPhone*. 99% aller Fotos, die in mein Journal kommen, sind Handyfotos. Ich bin mit der Qualität durchaus zufrieden (zumal die Bilder ja nicht in Postergröße ausgedruckt werden müssen, sondern sehr kleinformatig bleiben, aber dazu weiter unten mehr), ich hab das Ding immer dabei und kann zwischendurch mal eben schnell ein Bild machen, wenn ich irgendwas sehe, das ich festhalten möchte. Ich mache auch Screenshots, z.B. von meiner Wetter-App, und füge sie dem Journal hinzu. Fast noch wichtiger als die Fotos finde ich aber den Text. Es gibt verschiedene Tagebuch-Apps auf dem Markt; da ich bis jetzt nur eine einzige ausprobiert und bei der auch geblieben bin, kann ich über die anderen nichts sagen, aber ich kann Momento uneingeschränkt empfehlen. Ich mag das Design der Oberfläche, und die Handhabung, und die verschiedenen Features. Man kann dem Text, den man schreibt, Fotos hinzufügen, verschiedene Tags, wenn man möchte, Orte usw. Was ich auch sehr praktisch finde, ist, dass man Momento auf Wunsch mit verschiedenen Feeds synchronisieren kann, d.h. wenn ich will, erscheinen meine Tweets oder meine Facebook-Status (das ist U-Deklination und wird im Plural mit langem U ausgesprochen, also nicht wundern ^^) in meinem Tagebuch-Eintrag.

Foto 1

Wie funktioniert das ganze also genau? Ich habe Momento so eingestellt, dass es mich jeden Abend um 23:00 Uhr daran erinnert, einen Eintrag zu verfassen. Ich setze mich also hin und schreibe entweder einen langen, ausformulierten Eintrag (den ich auch gerne diktiere, das mit der Spracherkennung klappt hervorragend) oder, wenn an dem Tag nichts Aufregendes passiert ist, mache ich mir kurze Notizen. Gegebenenfalls füge ich ein Bild hinzu und tagge Personen, die ich getroffen oder Orte, die ich besucht habe. Am Ende des Monats lasse ich Momento dann einen Export meiner gesammelten Einträge und Daten anfertigen, den ich als Textdatei auf meinen Computer laden und dort weiter bearbeiten kann. Ich mache mir dann also in Word ein Dokument mit zwei Spalten, wo ich den Text hineinkopiere, mir eine nette – möglichst platzsparende – Schriftart aussuche, und dann drucke ich das ganze aus.

Foto 2

Kommen wir zu den Fotos. Alle Bilder, die ich im Journal haben will, lade ich ebenfalls am Monatsende auf meinen PC – das sind meistens so um die fünfzig Stück -, und hier kommt der Großstadtprinz ins Spiel: Er fügt sie nämlich (ich glaube, in Illustrator) in ein Raster ein, je nach Seitenverhältnis (alle quadratischen auf eine Seite etc.), fügt weiße Seitenränder hinzu, weil ich das schöner finde, und druckt mir die Fotos freundlicherweise zuhause auf Fotopapier aus. Ich muss sie dann nur noch auseinanderschnippeln und einkleben.

Ich muss zugeben, dass ich mit dieser Methode noch nicht hundertprozentig zufrieden bin, aber momentan ist sie die praktischste und kostengünstigste. Theoretisch könnte man die gerasterten A4-Seiten mit den ganzen kleinen Bildern auch bei dm ausdrucken lassen, aber das kostet mehr Geld und das Ergebnis wäre wahrscheinlich nur geringfügig besser. Ich bin derzeit am Überlegen, ob ich mir langfristig mal einen kleinen Fotodrucker anschaffen soll (ich meine, es gibt welche, die ganz kleinformatige Bilder drucken können), hat jemand von euch Erfahrungen damit und kann mir irgendwelche Tipps oder Empfehlungen geben?

Fotos

Ein dritter Faktor beim Journaling sind die Dinge, die ich Memorabilia nenne. Das kann alles mögliche sein, Dinge mit Erinnerungswert, die man gerne aufbewahren möchte. Hier kommt eine kleine Liste: Eintrittskarten, Bustickets, Visitenkarten, Postkarten, Briefmarken, Obstaufkleber, Zeitungsartikel oder –anzeigen, Schnipsel aus Magazinen, Einkaufslisten, Flyer und Broschüren, Bonbonpapierchen und so weiter und so fort. Alles, was sich flach machen und gut einkleben lässt. Dabei sollte man sich nicht auf Papier beschränken; auch Vogelfedern, getrocknete Blumen oder Blätter kann man gut benutzen und machen die Seiten abwechslungsreich. Ich habe eine Kiste für diese Dinge, wo ich den Monat über alles reinschmeiße, was ich aufbewahren und später einkleben will. Wenn ich gut bin, füge ich noch einen kleinen Post-It mit dem Datum dazu.

Memorabilia-Box

Jetzt habe ich endlich alles zusammen und kann loslegen. Ich sammele immer alle Komponenten für einen Tag zusammen (d.h. den ausgedruckten Text, die Fotos und eventuelle Memorabilia), und dann entscheide ich, ob ich damit eine Seite voll kriege oder nicht. Ich bin diesbezüglich überhaupt nicht festgelegt: Manchmal mache ich pro Seite einen Tag, manchmal zwei, manchmal passt eine ganze Woche auf eine Doppelseite, und manchmal braucht man zwei Seiten für einen Tag. Das hängt ganz davon ab, wieviel Material man zusammenbekommt.

Für den Hintergrund klebe ich meistens entweder gemustertes Papier ein (z.B. altes Geschenkpapier) oder male mit hellen Filzstiften ein Muster auf die ganze Seite – was natürlich relativ lange dauert. Den ausgedruckten und ausgeschnittenen Text klebe ich meist noch auf passendes, einfarbiges Papier, damit er einen netten Rahmen hat, und dann überlege ich mir, wie alles am besten auf die Seite passt. Wenn alles untergebracht und festgeklebt ist, kommen noch ein paar Labels, handschriftliche Kommentare oder Sticker dazu, und schon ist die Seite fertig :) Und so verfahre ich für den ganzen zurückliegenden Monat. Das dauert meistens ein paar Tage, bis alles fertig ist.

Journal 13

Da dieser Post jetzt schon ziemlich lang ist, werde ich ihn aufteilen und die Materialien, die ich benutze, in einem dritten Post vorstellen. Ich hoffe ihr seid damit einverstanden :)

Zum Schluss möchte ich noch kurz einer der Fragen von Nele beantworten, nämlich ob mein Journal privat sei oder nicht. Also erstmal: Wenn es total privat wäre, würde ich es euch nicht zeigen bzw. die Texte immer mit Photoshop verfremden :) Viele Einträge sind einfach nur Berichte von dem, was den Tag über so passiert ist, und das kann von mir aus echt jeder sehen. Manche Einträge sind etwas persönlicher, die zeige ich dann auch nicht auf dem Blog oder mache eben den Text blurry. Wenn ich das Journal Leuten gebe zum Anschauen, dann sind die meisten auch höflich genug, vorher zu fragen, ob sie etwas lesen dürfen oder nicht ;) Ich hoffe das beantwortet deine Frage?

Puh, jetzt bin ich aber auch ein bisschen geschlaucht. Bis zum nächsten Mal, ihr Lieben!

xoxo, Großstadtprinzessin

*Kurzer Disclaimer: Ich schreibe das alles nicht, um mit meinem Handy anzugeben, und ich bin sicher, dass all dies auch mit anderen Smartphones funktioniert. Momento gibt es, soweit ich weiß, nicht für Android, aber wie gesagt sind zahlreiche andere Tagebuch-Apps erhältlich, die man ausprobieren kann. Ich möchte nur sagen, dass mein Handy das Tagebuchschreiben erheblich vereinfacht hat.

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9 Responses to My Journaling Routine

  1. Moin Moin,
    das ist ja mal ne tolle App. Habe ich mir sofort runtergeladen. Ich wollte immer schon einmal ein Tagebuch schreiben. War mir bis jetzt immer zu aufwändig, aber damit klappt es bestimmt. Die Sache mit den Fotos und wie ich das Geschrieben auf meinen PC bekomme, ist mir noch nicht ganz klar. Das finde ich bestimmt auch noch raus.
    Lg
    Barbara

  2. Oh, wie cool, auf so eine App bin ich ja noch nie gekommen. Natürlich habe ich ein Android-Smartphone (“natürlich”, weil das immer bei den App-Tipps so ist, dass man genau das falsche Smartphone hat *g*), aber sowas wird es ja wie du schon sagst auch geben. Danke für den Tipp!

  3. habe die app schon ewig auf dem handy und nicht so richtig benutzt, weil ich das zu anstregend fande, abends immer was reinzutippen :( auf die idee mit siri bin ich noch gar nicht gekommen…*andenkopfhau* danke dir & toller post!

    lg
    bina

  4. Das ist wirklich eine klasse Idee. Ich habe mir auch vorgenommen öfter mal ein journal zu schreiben und finde deine Routine ganz hervorragend! :)

  5. Pingback: January Link Love - the in between is mine -

  6. Ich benutze für Android den COLETTO CALENDAR, er ist superniedlich und man kann Tagebucheinträge schreiben :) Daneben sind dann immer die Fotos, die man an dem Tag geschossen oder erhalten hat.
    Vielleicht werde ich meine Tagebucheinträge auch ausdrucken und in ein Buch einkleben, genug Bücher hätte ich ja :D

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