SachenMachen: Karo-Schachteln (Tutorial)

Ihr kennt doch bestimmt diese karierten Schachteln von Hay, die momentan auf sämtlichen Designblogs herumgeistern, oder? Ich find die ja schon sehr schön, aber sich die deswegen zu kaufen (zumal die in einem Set kommen und mich eh nur die karierte Box, also eine von sieben, interessiert), das sehe ich dann irgendwie doch nicht ein. Außerdem hab ich ja noch so viele unbenutzte PinkBoxen hier rumfliegen, und da dachte ich, das lässt sich doch bestimmt irgendwie verbinden…?

PinkBox-Makeover 1

Ja, ihr lest richtig, es gibt tatsächlich mal wieder ein eigenes DIY von mir. Die Idee spukte schon seit einer Weile in meinem Kopf rum, und heute habe ich sie dann endlich umgesetzt. Und bin höchst zufrieden mit dem Ergebnis.

Das Prinzip ist denkbar simpel: alte Schachtel (höhö) mit weißem Papier bekleben, mit Filzstift Karos draufmalen. Für das Bekleben der Schachtel hab ich euch mal eine Anleitung gemacht, voilà:

Material

Hier sind erstmal die Materialien und Werkzeuge:

  • eine Schachtel
  • weißes Papier (ich hab stinknormales Druckerpapier genommen)
  • Decopatch-Kleber (gibt’s im Bastelladen, Tapetenkleister tut’s aber auch)
  • Pinsel
  • Metalllineal
  • Cutter
  • Bleistift
  • Filzstifte
  • Schere (nicht auf dem Bild, weil ich verpeilt bin)
  • optional, aber sehr hilfreich: Falzbein

Collage 1

Als erstes schneidet ihr euch euer Papier zurecht. Ich empfehle, mit den kurzen Seiten der Schachtel anzufangen (meine Pinkbox ist allerdings quadratisch, also bin ich fein raus). Ihr braucht zwei Stücke, jeweils für eine der gegenüberliegenden Seiten, die jeweils an allen vier Seiten etwa 2 cm über die Ränder der Schachtel hinausragen (Bild 1). Ich mach das immer sehr pi mal Daumen, aber wenn ihr mögt, könnt ihr natürlich auch alles ganz akkurat ausmessen. Es hilft, sich die Umrisse der Schachtel auf dem Papier grob zu markieren (Bild 2). Dann das Papier mit dem Kleister bestreichen (schön Zeitungspapier drunterlegen, gell?), die Schachtel draufstellen (hier wird die Markierung sehr praktisch) und glattstreichen (Bild 3). Wenn jetzt noch kleinere Bläschen vorhanden sind, ist das nicht weiter tragisch, die verschwinden normalerweise, wenn der Kleber trocknet.

Collage 2

Jetzt muss man ein bisschen schnell sein: Die Seiten des Papier umklappen. Auf der Unterseite der Schachtel das überstehende Papier an den Ecken so einschneiden (mit der Schere), dass die breite Lasche nach innen etwas abgeschrägt ist. So sieht es schöner und sauberer aus, wenn man sie umschlägt (Bild 4). Erst die kleinen Seitenlaschen, dann die breite Mittellasche einschlagen und ordentlich glattstreichen. Damit ist die Unterseite fertig. Bei der Oberseite (Bild 5) verfahren wir genauso: Papier an den Ecken einschneiden, erst die Seiten einklappen (wenn das Papier hier Falten wirft: kein Problem, das gehört so), dann die breite Mittellasche, und alles schön glattstreichen. Bild 6 zeigt, wie die Schachtel jetzt aussehen sollte. Genau das gleiche machen wir dann auch auf der gegenüberliegenden Seite.

Collage 3

Der komplizierteste Part ist schon geschafft, für die anderen beiden Seiten brauchen wir nämlich jetzt Papierstreifen, die minimal schmaler sind als die Schachtel. An der Ober- und Unterseite muss aber trotzdem ein Stückchen überstehen, wie gehabt (Bild 7). Diese beiden Papierstücke ausschneiden, einkleistern und auf die Schachtel legen. Oben und unten umklappen, glattstreichen, fertig (Bild 8).

Collage 4

Die Seiten des Unterteils sind also bezogen, jetzt fehlt nur noch ein Stück für den Boden. Auch hier nehme ich immer die Schachtel selbst als Maßstab (Bild 9) und schneide erstmal grob entlang der Kanten ab. Erfahrungsgemäß muss man dann noch etwas feinjustieren, denn das Bodenstück muss an allen Kanten etwa einen halben Zentimeter kleiner sein. Dabei muss man leider auch bedenken, dass sich das Papier beim Einkleistern etwas ausdehnt (der Dehnungsfaktor ist abhängig vom Papier und vom Kleister), aber bei normalem Druckerpapier und diesem relativ festen Kleister fällt das nicht allzu sehr ins Gewicht. Bodenstück einkleistern und festkleben (Bild 10). Jetzt ist das Unterteil der Schachtel fertig (man könnte theoretisch auch den Innenraum noch beziehen, aber das ist ein bisschen fummelig, deswegen habe ich das hier nicht gemacht). Der Deckel wird nach genau dem gleichen Prozedere bezogen, nur mit schmaleren Streifen für die Seiten. Und dann, simsalabim, habt ihr eine wundervolle weiße Schachtel (Bild 11), auf der ihr euch nach Herzenslust austoben könnt! :)

PinkBox-Makeover

Tja, und dann habe ich mit meinem Filzstiften das Karomuster auf die Kisten gemalt. Einmal ganz penibel mit Geodreieck und geraden Linien (das ist die türkisfarbene Variante), und einmal frei Hand. Ich mag beides sehr gerne :) Jetzt sitzen die beiden Schätze jedenfalls auf dem Regal über meinem Schreibtisch und beinhalten meine Washi-Sammlung (ja, ich brauche mittlerweile zwei Schachteln dafür. Was soll ich sagen, ich bin ein Junkie).

Wie findet ihr die Idee? Und das Ergebnis? Und welche Variante gefällt euch besser, die akkurate oder die wackelige?

xoxo, Großstadtprinzessin

PS: Ich hoffe, die Anleitung war einigermaßen verständlich; falls nicht, einfach fragen! :)

PPS: Wenn ich auf Suchmaschinenoptimierung und dieses ganze Pipapo achten würde, hätte ich natürlich mehrmals darauf hingewiesen, dass das hier ja ein Upcycling- oder Recycling-Projekt oder sowas in der Richtung ist. Voll nachhaltig und so. Aber ich achte ja nicht auf dieses ganze Pipapo ;)

 

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3 Responses to SachenMachen: Karo-Schachteln (Tutorial)

  1. Oh, bei dir sieht das so ordentlich aus! :) Ich beklebe auch ganz gerne alte Kartons mit Geschenkpapier, um darin zum Beispiel die Nachfüllpackungen von Gewürzen im Küchenschrank ordentlich unterzubringen. Aber da habe ich bis jetzt nur ein bisschen Uhu und Tesafilm verwendet… die Idee mit dem Kleister ist super, das werde ich mir merken. :)

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