Foodblogger-Druck und ein Rezept

Wann immer ich hier auf dem Blog ein Rezept poste (was ja durchaus nicht häufig vorkommt), hab ich insgeheim die Befürchtung, dass es nicht modern oder fancy genug ist. Keine Balsamicocreme, kein Pancetta, kein Wasabi. Keine erlesene Bio-Gewürzmischung, die man online bestellen muss. Was nicht heißen soll, dass ich gegen ausgefallenere oder angesagte Lebensmittel was habe – aber die Realität sieht so aus: Wir sind Studenten. Beide. Garnelen und Lachs sind ein seltener Luxus. In der Regel lautet das Prinzip: Was es nicht bei Aldi oder Netto gibt, wird einfach nicht gekauft. Klar würde ich gerne Pinienkerne in meinen Salat tun, und was gäbe ich für frische Heidelbeeren in meinem Müsli. Ist aber halt einfach nicht drin. Und wisst ihr was? Wir essen trotzdem abwechslungsreich. Wir kochen so gut wie jeden Tag selbst, wir machen einen Wochenplan, wir bemühen uns um eine ausgewogene und gesunde Ernährung, die einem nicht langweilig wird. Und das funktioniert tatsächlich so.

Deswegen gibt es hier eher “normale” Rezepte. Ohne viel Schnickschnack. Mit simplen, günstigen Zutaten, die weder innovativ noch kreativ sind. Wenn euch sowas gefällt, schön, freut mich, herzlich willkommen. Wenn nicht, sorry :D

Möhrenrisotto_a

 

Möhrenrisotto

Für 2 Personen:

  • 500 ml Geflügel- oder Gemüsebrühe
  • 250 g Möhren
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl
  • 125 g Rundkornreis (es gibt speziellen Risottoreis, aber der ist uns meistens zu teuer. Stinknormaler Milchreis tut’s meiner Meinung nach genauso)
  • 25 g Parmesan
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 guten Schuss Sahne
  • Salz, Pfeffer
  • optional: Weißwein

Möhren schälen und in Scheiben schneiden, Zwiebel und Knoblauch häuten und fein würfeln. Öl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin andünsten. Möhren hinzufügen und kurz mitdünsten. Brühe vorbereiten und bereitstellen (ich mach das immer mit dem Wasserkocher). Rohen Reis zum Gemüse geben und kurz anschwitzen, sodass die Körner gut benetzt sind. Mit etwas Weißwein oder etwas Brühe ablöschen. Die Flüssigkeit einkochen lassen, dann neue Brühe nachgießen, dabei ordentlich rühren. Das solange wiederholen, bis die ganze Brühe zum Risotto hinzugefügt ist und der Reis gar ist, das dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Parmesan reiben und Petersilie hacken. Beides mit Sahne unter das Risotto rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken (vorsichtig mit dem Salz, die Brühe ist schon recht salzig).

Ich liebe dieses Essen, weil es einfach ist, weil man die Zutaten gut im Haus haben kann (Möhren sind günstig und halten sich im Kühlschrank ziemlich lange), und weil es so schön ‘schlotzig’ ist und einen glücklich macht :) Das einzig Nervige ist, dass man die ganze Zeit dabeistehen und aufpassen muss, dass es nicht anbrennt; aber ich räume währenddessen gerne schonmal die Spülmaschine aus oder sowas, dann ist man zwar in der Küche, langweilt sich aber nicht :D

Mögt ihr auch gerne Risotto? Was tut ihr so rein?

xoxo, Großstadtprinzessin

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10 Responses to Foodblogger-Druck und ein Rezept

  1. Hallo :)

    Das sieht lecker aus !!! :)
    Auch als nicht-Student ;) Leider ist das wohl nix für meinen Mann *seuftz* aber für mich alleine werde ich es bestimmt mal ausprobieren! :) Yummy !

    liebe Grüße
    Hikari

      • Sooo… ich hab es jetzt nachgekocht :)
        Für nur 1 Person, aber ich habe 1 1/2 stunden gebraucht…. was aber sicher daran lag das ich es in der großen Pfanne gemacht hatte und anfangs immer zuwenig Brühe rein gegossen habe. Nach großer Anstrengnung also hatte ich die Pampe ;)
        Es war extrem lecker !!!! Danke für das Rezept ich werde es jetzt bestimmt noch öfters kochen! Aber dann im Topf :)
        Ganz liebe Grüße
        Hikari

  2. Unser Lieblingsrisotto (na gut – eigentlich unser einziges) ist mit Roter Bete!
    Übrigens kann man Pinienkene in 99% der Fälle auch superlecker durch Sonnenblumenkerne ersetzen. :-) Pinienkerne sind selbst uns als Berufstätigen echt zu teuer, das seh ich gar nicht ein.

  3. Ich bin nicht so der Fan von gekochten Karotten, aber dein Risitto sieht sehr lecker aus. Ich ess mein Risotto immer mit Tomaten und Rucola (letzteres kurz vorm servieren unter”heben”).
    Da könnt ich mich auch immer reinlegen und schmeckt zudem auch noch super an Tag 2

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