Journaling-Apps: Momento vs. DayOne

Vor einer Weile hatte ich mal über meinen Prozess in Sachen Journaling gebloggt, und zentraler Bestandteil dieser Routine war eine Tagebuch-App namens Momento. Kürzlich bin ich dann über eine Alternative gestolpert, und weil die an diesem Tag kostenlos erhältlich war, hab ich sie mal spontan runtergeladen und ausprobiert. Heute würde ich gerne die Features beider Apps miteinander vergleichen und ein bisschen von meinen Erfahrungen berichten.Momento vs. DayOne

Meine neue App heißt DayOne, und wie ihr sehen könnt, unterscheiden sich die Icons von Momento und DayOne nicht ganz so arg voneinander 😀 Ich liste einfach mal die wesentlichen Merkmale beider Apps kurz auf:

Momento

  • schön designte und übersichtliche Benutzeroberfläche
  • Synchronisation mit diversen Social-Media-Feeds
  • mehrere Fotos pro Eintrag möglich
  • Tags werden unterteilt in Orte, Personen, Ereignisse, Custom
  • Einträge können mit bis zu fünf Sternen bewertet werden
  • Timeline- und Kalender-Ansicht
  • 2,69€ (für Apple und Android)

DayOne

  • etwas unübersichtliche Benutzeroberfläche und Navigation
  • keine Synchronisation mit Social-Media-Feeds
  • nur ein Foto pro Eintrag möglich
  • nur eine Sorte Tags
  • Wetter wird automatisch hinzugefügt
  • Text kann formatiert werden
  • auf Wunsch kann der aktuell abgespielte Song hinzugefügt werden
  • man kann angeben, ob man gerade geht, sitzt, isst, im Flugzeug ist etc.
  • 4,49€ (nur für Apple-Geräte)

Da ich beide Apps kostenlos heruntergeladen habe (wenn ich mich recht entsinne), ist der Preis für mich persönlich kein Kriterium; trotzdem ist natürlich DayOne deutlich teurer, kann dafür aber auch mehr. Aber der Reihe nach: Toll bei Momento finde ich die Navigation, das Design und die Synchronisation mit sozialen Netzwerken; was mich hingegen ein bisschen nervt, sind die verschiedenen Kategorien der Tags. Das finde ich eher überflüssig und verwirrend. Bei DayOne gefällt mir vor allem, dass automatisch das aktuelle Wetter hinzugefügt wird (vorausgesetzt, man akzeptiert die GPS-Ortung), und dass es nur eine Sorte Tags gibt. Es gibt ein paar zusätzliche Spielereien, wie das mit dem aktuellen Song oder dem ‘motion activity’ Feature, die zwar ganz nett sind, aber von mir nicht genutzt werden.

Screenshots

Zum Schluss hab ich noch ein paar Screenshots von DayOne für euch (Screenshots von Momento findet ihr in diesem Post), damit ihr eine Idee von der Benutzeroberfläche bekommt. Ich hatte gehofft, durch diese Gegenüberstellung mehr Klarheit darüber zu bekommen, welche App mir besser gefällt, und natürlich auch eine Empfehlung an euch weitergeben zu können, aber leider haben beide Apps ihre Vor- und Nachteile, und ich bin nach wie vor unentschlossen 😀

Wie sieht’s bei euch aus? Benutzt ihr Journaling-Apps? Wenn ja, welche Features sind euch dabei besonders wichtig? Und habt ihr Erfahrungen mit Momento oder DayOne? Freu mich auf Feedback von euch!

xoxo, Großstadtprinzessin

PS: Interessieren euch solche Posts überhaupt? 😀

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Happy Mother’s Day!

Allen Mamis, Omis, und Bald-Mamis da draußen wünsche ich heute einen wunderschönen Muttertag! 🙂

A very happy mother’ day to all the moms, grandmas and moms-to-be out there! 🙂

Muttertag 2013

Ich habe heute meine Mutter (und meinen Vater, wir wollen mal nicht so sein) zum Frühstücken bei uns eingeladen, und sie hat sich richtig gefreut, glaube ich. Es ist natürlich immer ein bisschen eng bei uns – wir haben eine kleine Wohnung und einen noch kleineren Esstisch, und mit Kaffee und Brotkorb und Käseplatte und vier Gedecken und dem ganzen restlichen Kladderadatsch muss man schon sehr auf seine Ellenbogen achtgeben; aber trotzdem war es sehr schön, gemütlich, alle waren guter Dinge und insgesamt war das ganze ein Erfolg!

Today I invited my mom (my dad was allowed to come, too) for breakfast at our apartment, and I think she was really happy about it. Of course, it’s always a little cramped when we have guests, since we have only a small space and an even smaller dining table, and with coffee and the breadbasket and cheese platter and four place settings we had to make sure our ellbows were where they belonged 😉 But nevertheless it was so cosy to sit together and eat and talk, everybody was in a great mood and all in all it was a success!

Ich möchte mich übrigens dafür entschuldigen, dass ich so blogfaul war in der letzten Zeit. Ich weiß nicht genau, woran es lag, aber ich hatte ein richtiges Motivationstief – weder Lust zum basteln noch zum fotografieren oder bloggen. Es ist mir tatsächlich ziemlich unverständlich, weil ich meinen Blog liebe und euch süßen Leserlein sowieso… vielleicht war nach über zwei Jahren mal eine kleine Auszeit vonnöten. Aber ich hab in den letzten Tagen wieder mehr gebastelt, sodass es nächste Woche wieder ein bisschen mehr zu gucken geben wird hier. Schaut also auf jeden Fall vorbei!

I also want to apologize for being so lazy about blogging lately. I’m not sure why, but my motivation was at rock bottom; I didn’t feel like writing or crafting or taking pictures at all. This is kind of a mystery to me, for I love my blog and you guys… perhaps after more than two years it was time for a little break. But I’ve been making things in the past few days, so I have something to share next week. Make sure to stop by!

Und noch eine letzte Sache: Ich fahre über das Pfingstwochenende mit ein paar Freundinnen nach Dresden, und wollte fragen, ob ihr irgendwelche Reise-Touri-Essens-Shopping-Etc.-Tipps für mich habt? Eine Unterkunft haben wir schon, aber ansonsten sind wir noch relativ planlos. Vielleicht kommt die eine oder andere von euch ja sogar aus Dresden? 🙂

One last thing: I’m going on a trip to Dresden over the Pentecost weekend, and wanted to ask for tips as far as sightseeing, restaurants, shopping etc. are concerned. Maybe one of you lives in Dresden and has some first hand recommendations for me? 🙂

So, das war’s jetzt erstmal von mir. Meine Fragen an euch: Was habt ihr zum Muttertag gemacht? Und habt ihr auch schon einmal solche blogfaulen Phasen gehabt, und wenn ja, wie habt ihr sie überwunden?

That’s it for my rambling today. What did you do for mother’s day? And have you ever had a phase where couldn’t motivate yourself to blog? If so, what did you do to overcome it?

xoxo, Großstadtprinzessin

Ein Aufruf

Ihr Lieben, ich schon wieder. Muss mal ein bisschen jammern: Mein neues Notebook ist heute kaputtgegangen! Uwääähh! Dabei ist da doch meine Hausarbeit drauf, die heute eigentlich fertig werden sollte und in Bälde abgegeben werden muss… Hoffentlich komme ich möglichst schnell wieder an meine Daten, sonst komm ich mit der anderen Hausarbeit nicht voran (ja, es sind zwei), und dann muss ich bei den Profs um Aufschub betteln. Grmbl. Wie ich sowas hasse.

{image via Martha Stewart}

Die gute Nachricht ist, dass ich gestern abend mit meinen Mädels zusammengesessen habe. Wir haben gegackert, Schokofondue gemacht (mjam mjam) und Pläne für weitere Girlie-Abende geschmiedet. Unter anderem steht demnächst eine Ostereierbemalungsparty an – was man da so macht, erklärt sich ja wohl von selbst – und da wollte ich mich mal an euch, verehrte Leserschaft, wenden (Ihr seid zwar stumm, aber ich weiß dass es euch gibt. Hähä.). Ich bemale jedes Jahr zu Ostern mehrere Eier für die Familie und mir gehen langsam aber sicher die Ideen aus. Deswegen meine Frage an euch: Bemalt ihr Eier zu Ostern? Was habt ihr für Tips oder Techniken? Irgendwelche guten Ideen für Motive?

Freu mich über jeden Kommentar! 🙂

I plan on hosting an egg painting party with my friends soon. I paint easter eggs every year for my parents and relatives, it’s sort of a family tradition, but I’m slowly running out of ideas. That’s why I’m asking you to help me out: Do you paint eggs for easter? Do you have any special tips or techniques, or ideas for designs?

I’m happy about any kind of comment! 🙂

xoxo, Großstadtprinzessin

Glitzervampire und andere Ärgernisse…

… oder: Bis(s) zum Nervenzusammenbruch

Hui, was für eine lange Überschrift. Aber sie beschreibt ganz treffend, worum es in diesem Eintrag gehen soll. Also, nichts wie rein in den Sumpf. Platsch.

Ein Geständnis: Ja, ich habe die ersten drei Bücher der Tetralogie von Stephenie Meyer gelesen. Ich habe auch die Filme gesehen (soweit bereits abgedreht, jedenfalls), und ich bin durchaus kein Fan der ersten Stunde, sondern ein Opfer des Hypes. Derzeit lese ich den vierten Band, Breaking Dawn. Soweit die Fakten.

Die Ausgangssituation sieht folgendermaßen aus: Ich bin eigentlich zu alt für sowas. Die Romane sind deutlich und eindeutig (ein wenig zu eindeutig, für meinen Geschmack) auf  Teenager ausgelegt, ein Stadium, dem ich durchaus seit einigen Jahren entwachsen bin. Weiterhin interessiert sich wirklich niemand in meinem sozialen Umfeld näher für dieses Thema, zumeist lösen die Stichwörter „Twilight“, „Edward und Bella“ sowie „Stephenie Meyer“ sogar ausdrückliche Ablehnung aus. Anzeichen graduieren von verhalten genervtem Augenrollen bis demonstrativ vorgetäuschten Würganfällen. Und ich kann diese Reaktionen durchaus nachvollziehen. Die Omnipräsenz Robert Pattinsons (der zugegebenermaßen schon ziemlich ZIEMLICH gut aussieht bzw. aussehen kann, aber, dude, Augenringe und fettige Haare? SO NOT SEXY), Kristen „Ich-bin-viel-zu-indie-für-diesen-ganzen-oberflächlichen-Bullshit-deswegen-trage-ich-auch-immer-diese-merkwürdigen-Klamotten-ihr-versteht-mich-nur-einfach-alle-nicht“ Stewarts und Taylor (keine fiesen Kommentare hier. Seems like a nice guy to me. Und nein, das sage ich NICHT wegen den Muckis. Steh ich nicht so arg drauf) Lautners in den Medien kann einem ganz schön auf den Keks gehen. Über die Filme werde ich nicht viel sagen, außer dass ich den ersten noch ziemlich gut fand, weil er eine passende, nicht allzu alltägliche Atmosphäre transportierte, weil die übernatürlichen Merkmale der Vampire (Blässe, das Wechseln der Augenfarben… don’t even get me started on the glitter thing) subtil und glaubhaft umgesetzt wurden, weil ich Bellas Charakter mochte. Sie war unabhängig, cool, nicht so wie die anderen durchschnittlichen Highschool Kids. Und selbst ihre Einstellung zu Edward war noch halbwegs nachvollziehbar. Mit dem Wechsel des Regisseurs und der plötzlichen ungeheuren Popularität ging – wie nur allzu oft – das Besondere verloren, die spürbare Liebe zum Detail; die Filme wurden austauschbar. Es war alles zu bunt, zu hollywood-esk. Die Kontaktlinsen und Perücken der Darsteller waren übertrieben und viel zu offensichtlich (Hey, guckt mal alle her, ich hab gelbe Augen! Ups, jetzt sind sie rot! Und das soll niemandem auffallen???). Diese Szene in New Moon, wo Jacob, ganz der strahlende Held für die ewige Jungfrau in Nöten, sich sein Shirt vom Leib reißt, um daraus einen Verband für Bellas Wündchen zu improvisieren: Je vous en prie. Das einzig Unterhaltsame daran war das kollektive Raunen der Kinobesucherinnen.

Was mich zu den Büchern bringt (Das hier könnte ein bisschen länger werden, vielleicht möchtet ihr euch gemütlicher hinsetzen oder euch noch was zu trinken aus der Küche holen?). Selbst wenn ich nicht selber schriebe (Was ich tue. Mehr davon eventuell ein anderes Mal), wären die mannigfaltigen Schwächen der Romane zu offenkundig, um sich ständig darüber zu ärgern, geschweige denn sie zu übersehen. Ich werde einfach mal wahllos irgendwo anfangen:

Stephenie Meyer ist Mormonin. So what, könnte man meinen, soll sie doch, ist ja ihre Privatsache. Leider sind allerdings all ihre Bücher (Korrektur: die dreieinhalb, die ich gelesen habe) stark davon geprägt, und zwar derart, dass Inkohärenzen und Unglaubwürdigkeiten auftreten. Und zwar reihenweise. Es gibt soviele Stellen, Sachverhalte oder Motive, die einem das Mormonische geradezu ins Gesicht schreien. Primär ist hier die penetrante Harmlosigkeit der Cullenschen Vampire zu nennen. Na klar, wir sind ganz liebe Monster, wir fressen keine Menschen, wir wollen niemandem etwas Böses. Und das gelingt uns auch ohne Probleme. Alles ganz easy. Dann natürlich diese unglaubhafte Keuschheit, die sowohl Edward als auch Bella an den Tag legen. Ihre Zurückhaltung mag sogar noch halbwegs überzeugend wirken, bedenkt man, dass Amerikaner in sexuellen Dingen oft recht schamhaft sind und die Autorin, und damit indirekt auch die Protagonistin, einen mormonischen, also streng christlichen Hintergrund hat. Für einen stark physisch geprägten Menschen wie mich nicht ganz nachvollziehbar, aber ok, meinetwegen. Aber Edward? Gefangen im Körper eines ewig pubertierenden Siebzehnjährigen, glühend verliebt, jedoch ohne größere Anstrengungen imstande, einfach mal so auf Sex zu verzichten? Wohl kaum. Aber dann soll der Knabe auch noch ein Vampir sein, eine Kreatur, der per se wild, unbezähmbar und hemmungslos ist. Sorry, aber das nehme ich Ms. Meyer einfach nicht ab. Schließlich kommt es doch dazu (nicht, dass der Akt an sich irgendwie näher beleuchtet wird, wir wollen ja nicht, dass die Leserin – denn, let’s face it, das ist definitiv Mädchenkram – erröten muss oder gar dass besorgte Mamis und Papis ihrem Sprössling das Buch wegnehmen müssen wegen der bösen, unzüchtigen Stellen. Ich echauffiere mich nicht aus enttäuschtem Voyeurismus über die fehlenden Details der lang erwarteten Sex-Szene, bzw. über das Fehlen der Szene an sich, um präzise zu sein, sondern weil ich meine, dass eine solche Szene interessant gewesen wäre, da schließlich nicht alltäglich. Wie machen das wohl Vampir und Nicht-Vampirin miteinander? Klappt alles so wie geplant? Gibt es irgendwelche Konflikte (Gibt es natürlich nicht. Gibt es ja nie. Ist ja immer alles perfekt. Zzzzzz….)? ), aber selbstverständlich muss es vorher eine opulente Hochzeit gegeben haben. No sex before marriage. Wäre ja auch nicht auszudenken.

Soviel zum Sex-Ding. Was mich außerdem nervt, ist, dass hier auf so offensichtliche Art die Phantasien der Autorin zu Papier gebracht werden. Ein schmusiger Glitzervampir, stets selbstbeherrscht und durch und durch bis zum Erbrechen gutartig (Yeah. Right.), wunderschön natürlich noch dazu, kann alles, ist einfühlsam, spielt Klavier, ist superintelligent… Edwards Charakter ist für sich genommen schon unerträglich perfekt. Wir alle wissen doch, dass Menschen (quasi) ohne Fehler im Allgemeinen eher unsympathisch sind, sowohl in der Realität als auch in der Fiktion. Aber nein, Stephenie backt sich ihren Traummann. Und der verliebt sich, natürlich, unsterblich in die unscheinbare, durchschnittliche, mit Unsicherheiten nur so überladene Bella. Und als wäre das noch nicht genug, kommt auch noch Jacob ins Spiel. Der Werwolf, der in vielerlei Hinsicht soviel menschlicher ist als Edward, sein exaktes Gegenstück, verliebt sich, SURPRISE! ebenfalls in die unscheinbare Protagonistin. Welche Frau träumt denn bitte nicht davon, dass  zwei Männer um sie konkurrieren? Es ist alles so bequem für Bella, so leicht, nichts wird ihr jemals schwer gemacht. Ihre Entwicklung ist noch so eine Sache: Zuerst ist sie die starke, einzelgängerische, viel zu früh erwachsene junge Frau, dann kommt Edward und verwandelt sie in eine jammernde, ständig verängstigte und viel zu abhängige Mimose. Ihre stetigen Minderwertigkeitskomplexe regen mich auch ziemlich auf. Sie ist absolut fixiert auf Edward, ihr ganzes Leben ist nach ihm ausgerichtet, wie wir in New Moon gesehen haben, ist sie ohne ihn ein erbärmliches Häufchen Elend, und dann, als er ihr einen Heiratsantrag macht, fällt ihr auf einmal ihre Eigenständigkeit wieder ein? Oh, COME ON! Ihr Sträuben gegen die Hochzeit ist für mich eine der unglaubwürdigsten Punkte überhaupt. Auch, dass sie die Reaktion ihrer Mutter auf die bevorstehende Vermählung so fürchtet, und als sie es Renée schließlich erzählt: Oh, Liebes, das ist ja wunderbar! Mach dir keine Sorgen, ich bin zwar grundsätzlich gegen die Ehe, aber bei dir ist das alles was GANZ Anderes. Solche Stellen machen mich aggressiv.

Ich muss jetzt leider doch noch ein bisschen schreibtheoretisch werden: Geschichten, jedenfalls solche, die den Leser nicht nach zehn Seiten in Grund und Boden langweilen sollen, leben von Konflikten. Ohne Konflikt keine Spannung. Stephenie Meyer versteht es jedoch meisterhaft, Konflikte zu vermeiden, zu umgehen, und das Konfliktpotential, das grundsätzlich in der Geschichte steckt (ein ungleiches Paar, er mit dem Urtrieb, ihr das Blut auszusaugen, sie nichtsdestotrotz unwideruflich zu ihm hingezogen… ), auf äußerst enervierende Weise ungenutzt zu lassen. Das Fundament der Story, obgleich nicht sonderlich innovativ, birgt genug Stoff für Psychodramen allererster Güte, und trotzdem kommen die Bedrohungen (seien sie in Form von James, den Volturi oder Victorias Neugeborenen) immer von außerhalb. Immer verläuft alles nach Schema F: Bella ist die Märchenprinzessin, unschuldig und hilflos bis zum Abwinken (einen solchen Charakter nennen mein Freund und ich gerne Mary Jane, in Anspielung auf die entsprechende Spiderman-Protagonistin), wird von irgendwelchen gemeinen Mächten der Finsternis bedroht, bis der Held auf seinem Schimmel angaloppiert kommt und sie rettet. Und wenn der Held gerade kurzzeitig verhindert ist, gibt es ja auch noch den armen Jacob in Reserve, für alle Fälle sozusagen. Unbefriedigend.

Ich bin jetzt erstmal am Ende mit meiner Nörgelei. Mehr fällt mir gerade nicht ein, und zudem ist es anstrengend. Wahrscheinlich brennt euch auch mittlerweile die folgende, offenkundige Frage unter den Nägeln: Warum lese ich die Twilight-Tetralogie, wenn ich sie so furchtbar schlecht finde?

Die Antwort ist: Ich habe nicht die geringste Ahnung. Es gibt beim Lesen soviele Momente, die mich zur Weißglut bringen, und wann immer ich mich auf eine potenziell vielversprechende Szene freuen kann, werde ich enttäuscht. Außerdem ist die ganze Thematik natürlich medial ziemlich ausgelutscht, was auch nicht gerade dazu beiträgt, dem intelligenten Menschen die Bücher in einem attraktiveren Licht erscheinen zu lassen. Wieso also? Es muss ja irgendwas dran sein, das mich über die etlichen Mängel hinwegsehen lässt. Vielleicht ist es derselbe Grund, aus dem man manchmal gerne grottige MTV-Dating-Shows anschaut: Berieselung, die gefällig scheint, solange man nicht zu tiefgründig darüber nachdenkt. Eventuell gibt es auch eine kleine, verhaltene Göre in uns allen, die auch gerne Bella mit ihrem Glitzervampir wäre und auf diese Art bekommt, wonach sie sich sehnt. Aber diese Möglichkeit ziehe ich nur ungerne in Betracht. Äußerst ungerne. Eigentlich gar nicht.

Wie sieht es aus? Was sind eure, geschätzte Leserschaft, Theorien über die geheime Magnetwirkung der Biss-Bücher? Ist es der Medienhype? Die Versuchung, sich einer nahezu stupiden Tätigkeit ohne jeglichen Nährwert hinzugeben, die aber trotzdem irgendwo ganz hinten rechts ein leicht wohliges Gefühl verursachen könnte? Ein bisschen so wie Schokolade… Oder ist es am Ende doch die Mary-Jane-Göre in uns allen, die uns wider unsere hehre Absicht und unseren Verstand handeln lässt?

Ratlos und in der Hoffnung auf Antworten,

xoxo, Großstadtprinzessin



Flickr…

… hat jemand Erfahrung damit? Muss ich wirklich einen Yahoo-Account einrichten, um Fotos hochladen zu können? Ich habe gerade 70% meiner gefühlten fünfzehn E-Mail-Adressen gelöscht, ich will keine neue haben! Abgesehen davon ist grossstadtprinzessin@yahoo.de eh bereits vergeben. Unglaublich! Wer hat mir meinen Namen geklaut?

xoxo, Großstadtprinzessin