Ein Geburtstagsalbum

Vor etwa einem Jahr (ja, ich habe tatsächlich so lange gebraucht, um das Projekt fertigzustellen und zu verbloggen) hatte unsere Freundin Paula ihren 30. Geburtstag. Als eines ihrer Geschenke von uns haben wir ihr angeboten, ein Erinnerungsalbum von der Party zu erstellen. Dieses Album möchte ich euch heute zeigen.

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Das ist das gute Stück! Das Album ist ein sogenannten Lifebök in der Variante „Daily Dose“, und neben dem Ordner an sich sind einige sehr schön designte Seiten im Lieferumfang enthalten, von denen ihr später auch noch einige sehen werdet. Ich fand hier vor allem das Blumenmuster am Ordnerrücken sehr hübsch. Außer dem Titel und dem Moosgummiherzchen haben wir übrigens das Cover so gelassen, wie es ist. Das Schildchen mit dem Namen der Jubilantin war ursprünglich ein kleiner Briefumschlag, auf den eine andere Freundin mit kleinen Klebeperlen ihren Namen geklebt hatte. Die restlichen Buchstaben habe ich mit meinen geliebten Muji-Buchstabenstempeln gestempelt.

Übrigens haben wir Paula schon während der Party gebeten, diverse Memorabilia zu retten (Bierdeckel, Geschenkpapier, Geburtstagskarten, Verpackungen etc.), sodass sie uns nach dem Fest eine ganze Tüte mit Papierschnipseln überreichen und wir diesbezüglich aus dem Vollen schöpfen konnten.

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So dick ist das Album schlussendlich geworden. Sieht auf den ersten Blick gar nicht so voll aus, aber die Ringe im Ordner sind relativ klein, und hätten wir noch mehr Seiten abgeheftet, hätte man nur noch sehr schwer umblättern können. Trotzdem bin ich sehr froh über das Gummiband gewesen, das finde ich immer wahnsinnig praktisch.

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Und hier noch schnell die Rückseite. Auch die ist bis auf das kleine Klebeherzchen ganz „naturbelassen“; ich fand das Design und die ganzen aufgedruckten Motive des Albums ganz nett und wollte nicht zuviel hinzufügen. Die Moosgummiherzen waren übrigens auch in Paulas Memorabilia-Tüte: Ich vermute mal, dass sie bei irgendeinem ihrer Geschenke als Konfetti oder Füllmaterial dienten, und als ich sah, dass die eine klebende Rückseite haben, war mir klar, dass ich die als Embellishments verwenden muss (Woah, Scrapbooking-Lingo!). Ich hab sie überall im Album verteilt, und ihr werdet ihnen noch öfter begegnen 😉

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In beiden Innencovern gibt es diese Taschen, die wir zur Aufbewahrung von Paulas Geburtstagskarten benutzt haben. Auf diese Weise mussten wir die Karten nicht lochen, und auch hinsichtlich des Bindungs- und Umblätterproblems war das die bessere Lösung. Außerdem kann Paula so die Karten jederzeit herausnehmen und anschauen, wenn sie mag 🙂

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Das ist gewissermaßen die Titelseite. Der Hintergrund mit dem coolen Schreibmaschinenprint war eine von den Seiten, die beim Lifebök dabei waren. Der Hirsch hing tatsächlich so in der Location an der Wand, und wir haben ihn einfach aus einem Foto ausgeschnitten und auf die Seite gepappt. Dazu noch einen Logosticker der Location, pinkes Sticky Note in Sprechblasenform mit einem netten Spruch, ein Moosgummiherz, und ein Name und ein Titel für den Hirsch. Fertig.

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Die nächste Doppelseite ist, wie man sieht, Location und Buffet gewidmet. Wir haben im Bonner Gesindehaus gefeiert, wo es sehr zünftiges und wahnsinnig leckeres Essen gibt. Als Basis für das Layout dienen wieder hübsche Seiten aus dem Lifebök, und wegen der netten Deko am oberen Rand brauchte es außer den Fotos und den Buchstabenstickern (Vielen Dank an meine liebe Brieffreundin Naddy, die mir die Sticker geschickt hat!) nicht viel. Wir hatten einen Bierdeckel aus dem Gesindehaus, den hab ich einfach gelocht und mit eingeheftet; dadurch wird das Ganze direkt ein bisschen interessanter, so von der Haptik her 😉

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Da einer der Partygäste lobenswerterweise ein paar witzige Zitate und Sprüche des Abends festgehalten hatten, konnten wir auch damit eine Seite füllen. Auch hier haben wir alles ganz schlicht gehalten: Titel mit Buchstabenstickern, Moosgummiherz, fertig.

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Dann gab’s noch eine Doppelseite mit dem Geburtstagskind und seinen Geschenken. Auch hier haben die Vordrucke aus dem Lifebök die meiste Arbeit übernommen; außer den Fotos habe ich nur einen Titel und ein Klebeherz hinzugefügt.

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Sooo, und jetzt kommen wir zum Herzstück des Albums! Wir haben während der Party an alle Gäste diese kleinen Fragebögen verteilt und sie gebeten, uns am Ende des Abends die Zettel ausgefüllt zurückzugeben (Stifte haben wir bereitgestellt, und die Fragebögen haben wir auf etwas festeren Karton gedruckt, falls es euch interessiert). Wir haben uns nur drei Fragen überlegt, damit erstens die Gäste nicht überfordert werden, und damit zweitens für jede Antwort genug Platz auf dem Fragebogen ist. Die Fragen oder vielmehr Schreibimpulse waren:

  1. Kennengelernt habe ich Paula…
  2. Seit ich Paula kenne…
  3. Für die nächsten dreißig Jahre wünsche ich Paula…

Zu meinem großen Erstaunen haben wirklich ALLE Gäste die Fragebogen bereitwillig ausgefüllt. Viele meinten, dass das mit dem Album und den Fragebögen eine schöne Idee sei, was mich natürlich sehr gefreut hat. Ich hatte nämlich im Vorhinein befürchtet, dass irgendwer murrt oder keine Lust auf derlei „Albernheiten“ hat, aber die Gäste waren wirklich sehr kooperativ. Ein Gast, der als Anhang mit war und Paula erst an dem Abend kennengelernt hat, hat bemerkenswert kreative Antworten gegeben (so à la „Seit ich Paula kenne, hab ich das Buffet genossen, leckeres Bier getrunken und mich gut unterhalten“), manche Antworten waren sehr rührend, und manche Gäste haben kleine Zeichnungen auf den Zetteln hinterlassen. Auf die Rückseiten der Fragebögen haben wir Fotos von den jeweiligen Gästen geklebt (was gar nicht so einfach war, da wir ja nicht alle Gäste mit Namen kannten, also war ein bisschen Detektivarbeit erforderlich), und natürlich hier und da Moosgummiherzen verteilt.

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Ich weiß nicht mehr genau, wieviele Fragebögen wir hatten, aber sie machen auf jeden Fall etwa 70-80% des Albums aus. Natürlich haben auch der Großstadtprinz und ich jeweils einen Bogen ausgefüllt. Ganz hinten gibt es dann noch einmal eine Tasche mit weiteren Geburtstagskarten, und das ist im Wesentlichen das Album 🙂

Vor einer Weile haben wir Paula das Album überreicht, und ich denke, dass sie sich sehr gefreut hat. Vor allem natürlich über die ganzen kleinen Botschaften ihrer Freunde, die wir ja nur gesammelt und nicht verfasst haben, aber vielleicht auch ein bisschen über das Album selbst. Ich kann euch jedenfalls nur ermutigen, falls ihr im Freundes- oder Familienkreis demnächst einen ähnlichen Anlass habt, über ein solches Geschenkalbum nachzudenken. Ihr macht damit jemandem eine riesige Freude, und außerdem bekommt man solche Geschenke nicht alle Tage 🙂

Habt ihr auch schon einmal Erinnerungsalben für andere Leute erstellt? Erzählt mir doch in den Kommentaren davon!

xoxo, Großstadtprinzessin

 

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Memorykeeping Update

In Sachen Memorykeeping war die letzte Zeit geprägt von haufenweise Experimenten und unfertigen Alben. Ab Januar 2015 war mein Plan, jeden Monat ein spiralgebundenes Büchlein zu gestalten, und ich hatte großen Spaß an der Dekoration der Cover. Leider habe ich nur das Januaralbum tatsächlich vollendet (bei Gelegenheit zeige ich euch das mal); einen kleinen Einblick gibt es z.B. hier. Das letzte Album nach diesem Prinzip hatte ich im Mai angelegt, darin aber höchstens eine Handvoll Einträge gestaltet.

In terms of memorykeeping there have been a lot of experiments and unfinished projects lately. In the beginning of 2015 I planned on creating a small, spiral-bound notebook each month, and I had a lot of fun decorating all the covers. Unfortunately I only finished the January album (which I might show you in the future); you can see tiny glimpses of it in this post.  The last book that I had planned on doing like this was the one for May, but I only managed to fill a few pages.

Irgendwann im Sommer hab ich dann tatsächlich den Wechsel zu Project Life gewagt (warum ich bei diesem System zögerlich war, könnt ihr hier nachlesen). Bisher hab ich das Format 6×8 benutzt, denke aber aktuell darüber nach, auf ein größeres Format umzusteigen. Aber ich greife vor.

Sometime last summer I finally took the plunge and started Project Life (find out here why I hesitated to do so). So far I’ve been using the 6×8 format, but I’m thinking about switching to a bigger size – but that’s another story.

Vor ein paar Tagen hab ich mal alle meine angefangenen Project-Life-Alben rausgekramt und Fotos gemacht. Da wäre also als erstes das Herbst-Album:

Anyway, a few days ago I gathered all my unfinished albums and snapped a few pictures. Let’s start with my autumn album:

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Das Album ist dieses hier von Simple Stories, und ich war ein großer Fan von den beigefügten Registern, auf die ich in Monatsnamen gestempelt habe. Angefangen habe ich im September, und bis Ende Oktober ist alles auch einigermaßen vollständig, aber ab November hab ich die Dokumentation schleifen lassen.

The album is by Simple Stories and I loved that it came with dividers. I used these to separate the months by stamping it on the little tabs. I started in September, and well into October everything is more or less complete, but then I sort of fell of the bandwagon.

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Auf dem Innencover klebt ein Aufkleber mit einem netten Zitat, der zusammen mit meinem geliebten Erin Condren-Kalender kam (das Highlight meines Oktobers, aber auch dazu in einem späteren Blogpost mehr).

On the inside cover I stuck a sticker with a quote that came with my dearly beloved Erin Condren Planner (which was the highlight of my entire October, but more on that in a future post).

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Die Rückseiten der Register hab ich mit den Google Doodles des jeweiligen Monats beklebt. Ich freu mich immer, wenn ich ein besonders Logo beim Surfen entdecke, und finde es nett, die dann auch im Album festzuhalten.

On the backside of the dividers I added printouts of the Google Doodles for that month. I love finding these when I’m surfing the internet, and I like to include them in my albums.

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Neben den normalen 6×8-Hüllen mit Fotos und Karten hefte ich zwischendurch auch gerne Flyer, Postkarten etc. oder eben Fotos ab, die ein ungewöhnliches Format haben. Ich finde, das lockert das Album beim Durchblättern schön auf.

Aside from the page protectors filled with pictures and cards I like to include brochures, postcards or photos in an unusual size. I find it adds visual and also sensory interest when flipping through the book.

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Soviel zum Herbst-Album; es fehlt also hier im Wesentlichen der November. Immerhin hab ich für diesen Monat Fotos und Memorabilia gesammelt, wenn ich auch kaum Text bzw. Journaling habe. Man könnte den Monat also mit ein bisschen Zeit noch aufarbeiten.

So much for the autumn album. Essentially, the entire month of November is missing. At least I took photos and collected memorabilia, even if I don’t have consistent journaling. So I could try to catch up.

Weiter geht’s mit dem berühmt-berüchtigten December Daily (hier bekommt ihr einen Einblick in das entsprechende Album von 2014, natürlich auch nicht fertig ^^).

Let’s continue with the infamous December Daily ( click here if you’d like to see what the December Daily of 2014 looked like, which is also unfinished, obviously).

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Wieder ein Album von Simple Stories, diesmal in der weihnachtlichen Variante und mit einem etwas breiteren Rücken. Bisher ist das vordere Cover ganz nackt; mein Plan dafür war und ist, den Pappteil weiß anzumalen (mit Acrylfarbe), und dann ein hübsches Dezember-Woodveneer vorne draufzukleben, ich weiß auch schon genau welches. Müsste man halt nur mal machen.

Again a Simple Stories album, this time in a sort of christmassy edition and with a wider spine. The front cover is completely plain so far; I have planned to paint it with white acrylic paint and add a December wood veneer (I already know which one). I just have to get around to it.

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Auf die Rückseite hab ich diesen fröhlichen und farblich passenden Weihnachtsmann geklebt, den ich aus einer Butlers-Papiertüte ausgeschnitten habe.

In the back cover I added this cheerful matching Santa Claus, which I cut out from a paper bag.

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Im Rückenschild steckt ein Stückchen gold gepunktetes Papier mit einen Tannenbaum-Woodveneer, auf den ich eine Fünfzehn für das Jahr gestempelt habe.

In that little label holder thingy (is there a technical term for these? Let me know in the comments!) I put a piece of gold dotted paper with tree wood veneer and a stamped 15 for the year. I figured the design of the album is clue enough as to what kind of project it is 😉

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Mit dem December Daily hatte ich wirklich großen Spaß und hab mich immer tagsüber drauf gefreut, mich abends dranzusetzen und dran rumzubasteln. Dann kommen die Feiertage, und man versinkt in einem glücklich-vegetativen Koma der Überfressung, und hat überhaupt keine Lust auf Memorykeeping, weil man viel zu sehr mit dem Genießen des Moments beschäftigt ist. Dementsprechend fehlt die letzte Dezemberwoche in diesem Album auch.

I had a lot of fun with the December Daily and was looking to working on it during the day. And then the actual holidays came around, and one falls into a blissful food coma and is much too busy enjoying the moment in order to think about documenting it. Thus the last week of December is missing in this album as well.

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Dann kam der Januar und das neue Jahr, und in der allgemeinen Aufbruchs- und Neuanfangs- und Gute-Vorsätze-Stimmung hab ich, wie könnte es anders sein, ein neues Album angefangen. Diesmal nicht von Simple Stories, sondern von American Crafts.

Then January came and the New Year, and in that general feeling of new beginnings and resolutions I, naturally, started a new album. This time not by Simple Stories, but by American Crafts.

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Dieses Mal hab ich irgendwann Ende Januar mit dem Dokumentieren aufgehört, weil dann tatsächlich die Masterarbeit anfing, meine komplette Aufmerksamkeit zu erfordern. In den folgenden Monaten war außer Schreiben und Bibliothek nicht viel los, insofern könnte ich die Zeit bis zur Abgabe quasi schlaglichtartig abhandeln, also nach besonderen Anlässen sortiert, zu denen ich tatsächlich mal ein paar Fotos gemacht habe (z.B. Ostern).

This time I stopped around the end of January, because by then my master’s thesis started to require all of my time and attention. There wasn’t much happening in the following months except writing and sitting in the library, so I think I will scrapbook the time until the handing in by major events, such as Easter, when I actually managed to take a few pictures.

Tja (falls überhaupt noch jemand mitliest hier am Ende dieses Monsterposts), das sind meine Memorykeeping-Baustellen 🙂 Durch diese Bestandsaufnahme ist mir tatsächlich klargeworden, dass es eigentlich gar nicht so viel aufzuholen gibt, wie ich befürchtet hatte. Ich werd mich also in den nächsten Wochen mal daransetzen, die jeweiligen Lücken aufzufüllen, und wenn ich dann Alben tatsächlich fertigbekomme (Inshallah, wie die Ägypter sagen), kann ich sie euch auch mal in Gänze zeigen – vielleicht in Form eines Videos, zwinker zwinker?

Phew. Those are my Project Life messes 🙂 While writing this post, though, I felt like there’s not as much catching up to do as I had feared, so that’s good news. So I’ll try to fill in the blanks as much as possible in the next few weeks, and I shall try to share the finished albums with you – perhaps in a little video? 😉

Ich melde mich Ende der Woche nochmal, macht es gut bis dahin!

I’ll check in again by the end of the week, take care until then!

 

xoxo, Großstadtprinzessin

Memory Keeping 2015

Der heutige Post hat ein für mich etwas ungewohntes Thema, denn ich kann euch nichts Fertiges zeigen, kein DIY-Projekt, kein Rezept, kein ausgeklügeltes System oder Prozedere. Eigentlich wollte ich euch im Januar ein Update meiner Journaling-Routine zeigen, da hat sich nämlich ein bisschen was geändert; aber vor ein paar Tagen hab ich im Internet etwas entdeckt, das möglicherweise schon wieder alles über den Haufen wirft. Aber der Reihe nach.

Bereits Ende letzten Jahres, aber vor allem seit 2015 hab ich beschlossen, dass ich jeden Tag in irgendeiner Form festhalten möchte. Das ist natürlich ein anspruchsvolles Ziel, und kann auch schnell in Stress ausarten, aber mich nervt es einfach, wenn ich Tage nicht dokumentiert habe, weil sich dann in meinem Kopf so weiße Flecken bilden, die mich stören. Wahrscheinlich ist es ganz normal, dass man sich in der Regel nicht daran erinnern kann, was man vor drei Tagen zum Abendessen hatte, und vielleicht ist das auch gar nicht notwendig; aber irgendwie geht es mir trotzdem um die ganz banalen, kleinen Dinge des Alltags, die ich festhalten möchte.

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Das letzte Jahr war in Sachen Journaling oder Memory Keeping (ein etwas sperriger, sehr amerikanischer Begriff, der aber am besten das beschreibt, was ich mache oder machen möchte) sehr experimentell: ich hab viel rumprobiert, Formate und Kladden gewechselt, gekauft, benutzt, wieder verworfen usw. Dabei hab ich schon recht früh festgestellt, dass ich eigentlich gerne pro Monat ein Album haben möchte (inspiriert von diesen Journals); gewissermaßen ein December Daily, aber eben auch eins für den Januar, den Februar, den März usw. Der Grund dafür ist, dass wenn man täglich Tagebuch schreibt oder ein bisschen scrappt, Fotos einklebt usw., dass man dann nie im Leben mit einem einzigen Buch pro Jahr hinkommt. Abgesehen von ganz praktischen Überlegungen wie der Bindung des Buches, die das einfach irgendwann nicht mehr mitmacht.

Für mein December Daily 2014 (und auch für mein aktuelles Januartagebuch) benutze ich diese A5-Notizbücher mit Spiralbindung. Die haben genug Seiten, dass der ganze Monat reinpasst (selbst wenn man jeden Tag eine Doppelseite gestaltet), und die Seiten die am Ende leer bleiben, reißt man einfach raus. Sie haben ein schönes Format, die Cover sind stabil und lassen sich gut bekleben oder bemalen, und durch die Spiralbindung kann man das Buch ordentlich vollstopfen, ohne dass der Buchrücken durchkracht (ist nämlich alles schon vorgekommen).

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Klingt doch alles super, oder? Funktioniert doch. Ist doch das ultimative System. Bis ich vor ein paar Tagen das hier im Internet gefunden habe.

{image via Becky Higgins Shop}

Sieht erstmal recht unspektakulär aus, ich weiß; das liegt an den unzureichenden Bildern im Becky Higgins Onlineshop. Dieses YouTube-Video bringt vielleicht ein bisschen mehr Klarheit. Im Grunde handelt es sich um Einlagen für einen Project-Life-Ordner (und wer jetzt nicht weiß, was Project Life ist, den schicke ich mal eben hierhin), die für Journaling gedacht sind. Sie passen in die kleineren Ordner (6×8 Inches, die meisten Project Lifer benutzen große 12×12 Alben) und lassen sich natürlich hervorragend mit den berühmten Klarsichthüllen (page protectors oder auch pocket pages) kombinieren, die mit Fotos und/oder Journaling Cards gefüllt werden. Sie scheinen aus recht festem Papier zu sein und sind schön bunt designt, aber trotzdem recht minimalistisch, mit viel Platz für Text.

Jetzt muss ich nochmal ein bisschen ausholen (Respekt an alle, die immer noch mitlesen! ^^) zum Thema Project Life: Ich kenne das System seit ein paar Jahren und liebäugele schon seit einer ganzen Weile damit. Mir gefällt die Simplizität der ganzen Sache, mir gefällt das Ordner-Prinzip (denn Memorabilia wie z.B. Broschüren oder Flyer lassen sich ganz einfach mit abheften, das ist in einem richtigen Buch schon deutlich schwieriger), und natürlich kriegen mich auch die ganzen tollen Journaling Cards mit den farbenfrohen Designs. Total blöd, ich weiß, aber ich kann gar nichts dagegen machen 😀 Das Problem war immer: Der Kram ist zu teuer, um Project Life mal eben auszuprobieren, denn wenn es einem nicht gefällt oder irgendwie für einen nicht funktioniert, dann hat man richtig viel Geld ausgegeben und bleibt auf dem Zeug sitzen. Aber viel wichtiger war das Problem, dass ich immer viel schreibe, und Sorge hatte, meinen ganzen Text nicht unterbringen zu können. Denn auf so einer kleinen Journaling Card ist einfach nicht genug Platz.

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{project life page by Cathy Vee via Inside the Crafter’s Studio}

Das letztere Problem ließe sich jedenfalls mit den oben gezeigten Journal-Einlagen trefflich umgehen, und man hätte trotzdem die Möglichkeit, sich mit den page protectors kreativ auszutoben (da juckt es mir nämlich schon in den Fingern, wenn ich diese ganzen Project-Life-Videos auf YouTube sehe). Dank der Einlagen für den Text wäre das System auch deutlich flexibler, sowohl im Vergleich zu traditionellem Project Life als auch im Vergleich zu meiner bisherigen Journal-Methode.

Meine Vorbehalte sind bisher noch diese: Erstens kann ich überhaupt nicht abschätzen, wieviele Monate man in so einem 6×8-Ordner unterbringen könnte; bestimmt mehr als einen, aber sicherlich nicht das ganze Jahr. Leider scheint fast niemand in der Scrapbooking-Community dieses System zu benutzen, jedenfalls hab ich keine entsprechenden Blogposts oder Videos gefunden, sodass ich auch nicht auf die Erfahrungswerte von anderen zurückgreifen kann. Zweitens schlackere ich angesichts der Preise immer noch ein bisschen mit den Ohren. Die Einlagen selbst sind nicht so teuer, aber man braucht natürlich noch den Ordner dazu, die page protectors, und eigentlich auch noch ein paar nette Journaling Cards (klar gibt es jede Menge gratis zum Ausdrucken online, aber da sind die Größen oft sehr unterschiedlich, und das ist mir zu unsicher), also läppert sich da schon was zusammen. Jedenfalls für mich wäre das schon eine richtige Investition.

Ihr seht also, ich bin sehr unentschlossen (was für ein unbefriedigender Blogpost!). Hilfreich fände ich euer Feedback zu dem Thema: Kennt oder nutzt ihr Project Life? Wie dokumentiert ihr euer Leben und euren Alltag? Was haltet ihr von den Journal Pages, und was würdet ihr an meiner Stelle machen? Bin für jede Meinung dankbar 😉

xoxo, Großstadtprinzessin

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December Daily 2014 – so far

Ich komm irgendwie gerade zu nichts, obwohl ich permanent beschäftigt bin. Geht euch das auch so? Ich wollte schon längst weihnachtliche DIYs gebloggt haben, und unsere Deko wollte ich auch noch fotografieren und überhaupt… also, es kann sein, dass nächste Woche jeden Tag ein Post kommt, damit ich noch alles unterbringen kann, was ich so eingeplant habe 😀

Heute soll es aber erstmal um mein December Daily gehen (oder auch Adventstagebuch, wenn ihr mögt), das ich heuer erstmals einigermaßen erfolgreich und regelmäßig fülle. Wer von euch jetzt keine Ahnung hat, wovon ich spreche, möge mal hier vorbeischauen 🙂

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Als Basis habe ich ein simples Blanko-Buch in A5 verwendet, mit einer Spiralbindung. Das schien mir am sinnvollsten, weil diese Bindung gut damit klarkommt, wenn das Album dicker wird (und wie ihr sehen könnt, ist meins schon ziemlich dick, obwohl der Dezember noch nicht mal zur Hälfte rum ist). Außerdem schien mir die Seitenzahl ganz gut bemessen zu sein; man will ja einen ganzen Monat unterbringen – da ich immer viel schreibe, brauche ich in der Regel pro Tag mindestens eine Doppelseite – also müssen es genug Seiten sein, aber wiederum auch nicht zuviele. Das Praktische an dieser Kladde ist, dass ich übrige Seiten am Ende des Monats einfach rausreißen kann.

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Das Cover hab ich ziemlich schlicht gehalten, mit einem Streifen Scrapbooking-Papier und goldenem Glitzertape. Die Journaling Card mit dem Titel gibt es hier kostenlos zum Ausdrucken, und ich hab lediglich die drei Sternchensticker und die 2014 hinzugefügt (von Hand aus Glitzerpapier ausgeschnitten).

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Das hier sieht man, wenn man es aufmacht. Der süße Dezember-Kalender rechts ist auch ein Freebie. Ich fand die Idee ganz nett, am Anfang einen Monatskalender einzukleben, in dem man dann weihnachtliche Aktivitäten und Termine notieren kann.

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Strenggenommen war ja der erste Advent noch im November, aber natürlich musste ein Bild von unserem Adventskranz trotzdem mit ins Album. Das Layout ist ganz simpel, weihnachtliches Papier als Hintergrund, oben das Foto, unten ein bisschen Text, ein klein wenig Deko rumgetüddelt und das Etikett von unserem Kranzrohling dazugetackert. Fertig!

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Ich liebe diese goldenen Glitzerzahlen, die hab ich bei dm gefunden! Eigentlich sind sie für Adventskalender gedacht (sie gehen nämlich nur bis zum 24.), aber natürlich sind sie perfekt für mein December Daily. Ich muss nur für die Tage nach Heiligabend mir noch was überlegen 😉

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Am 3. Dezember gab es tatsächlich ein winziges bisschen Schnee! Ich LIEBE Schnee, allerdings schneit es hier in Bonn so gut wie nie.

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Hier hatte ich ein paar Tage, an denen ich eine Durchhängerphase hatte, aufzuholen. Also habe ich mir diese Wochenkalender ausgedruckt und für jeden Tag eine kleine Zusammenfassung geschrieben. Die Idee fand ich tatsächlich sehr gut (wenn ich das in aller Unbescheidenheit mal so sagen darf) und werde ich bestimmt öfter noch umsetzen, wenn ich mehrere Tage auf einmal abhandeln möchte.

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Die Memorabilia von den paar Tagen hab ich komplett in diesen Umschlag gestopft (der jetzt einen wesentlichen Beitrag zum Volumen des Albums leistet), den ich mit großen Büroklammern an der Spiralbindung befestigt habe. Die Büroklammern waren ursprünglich nicht golden (aber man kann ja keine silbernen Büroklammern mit den ganzen goldenen Accessoires benutzen, wie sieht das denn aus ^^), also hab ich sie kurzerhand mit einem goldenen Lackmalstift angemalt.

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Da meine Stifte beim Schreiben ein bisschen durch das Papier drücken, verfahre ich fast immer nach dem selben Schema: linke Seite mit Papier bekleben und Fotos / Memorabilia draufkleben, und rechts schreiben. Hier habe ich einen Screenshot von meinem weihnachtlichen Handy-Sperrbildschirm verarbeitet. Darunter seht ihr eine kleine Tasche, wo noch ein weiteres Foto drinsteckt, das aber nicht in die farbliche Komposition gepasst hat. Damit man das Foto gut rausziehen kann, hab ich eine kleine Schlaufe aus Geschenkband daran festgetackert.

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Das war’s erstmal mit der Bilderflut 😉 Wenn das Album fertig ist, sprich Anfang Januar, werde ich euch bestimmt noch die restlichen Seiten zeigen. Einstweilen wünsch ich euch aber erstmal einen gemütlichen Adventsabend!

xoxo, Großstadtprinzessin

 

 

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Journaling-Apps: Momento vs. DayOne

Vor einer Weile hatte ich mal über meinen Prozess in Sachen Journaling gebloggt, und zentraler Bestandteil dieser Routine war eine Tagebuch-App namens Momento. Kürzlich bin ich dann über eine Alternative gestolpert, und weil die an diesem Tag kostenlos erhältlich war, hab ich sie mal spontan runtergeladen und ausprobiert. Heute würde ich gerne die Features beider Apps miteinander vergleichen und ein bisschen von meinen Erfahrungen berichten.Momento vs. DayOne

Meine neue App heißt DayOne, und wie ihr sehen könnt, unterscheiden sich die Icons von Momento und DayOne nicht ganz so arg voneinander 😀 Ich liste einfach mal die wesentlichen Merkmale beider Apps kurz auf:

Momento

  • schön designte und übersichtliche Benutzeroberfläche
  • Synchronisation mit diversen Social-Media-Feeds
  • mehrere Fotos pro Eintrag möglich
  • Tags werden unterteilt in Orte, Personen, Ereignisse, Custom
  • Einträge können mit bis zu fünf Sternen bewertet werden
  • Timeline- und Kalender-Ansicht
  • 2,69€ (für Apple und Android)

DayOne

  • etwas unübersichtliche Benutzeroberfläche und Navigation
  • keine Synchronisation mit Social-Media-Feeds
  • nur ein Foto pro Eintrag möglich
  • nur eine Sorte Tags
  • Wetter wird automatisch hinzugefügt
  • Text kann formatiert werden
  • auf Wunsch kann der aktuell abgespielte Song hinzugefügt werden
  • man kann angeben, ob man gerade geht, sitzt, isst, im Flugzeug ist etc.
  • 4,49€ (nur für Apple-Geräte)

Da ich beide Apps kostenlos heruntergeladen habe (wenn ich mich recht entsinne), ist der Preis für mich persönlich kein Kriterium; trotzdem ist natürlich DayOne deutlich teurer, kann dafür aber auch mehr. Aber der Reihe nach: Toll bei Momento finde ich die Navigation, das Design und die Synchronisation mit sozialen Netzwerken; was mich hingegen ein bisschen nervt, sind die verschiedenen Kategorien der Tags. Das finde ich eher überflüssig und verwirrend. Bei DayOne gefällt mir vor allem, dass automatisch das aktuelle Wetter hinzugefügt wird (vorausgesetzt, man akzeptiert die GPS-Ortung), und dass es nur eine Sorte Tags gibt. Es gibt ein paar zusätzliche Spielereien, wie das mit dem aktuellen Song oder dem ‘motion activity’ Feature, die zwar ganz nett sind, aber von mir nicht genutzt werden.

Screenshots

Zum Schluss hab ich noch ein paar Screenshots von DayOne für euch (Screenshots von Momento findet ihr in diesem Post), damit ihr eine Idee von der Benutzeroberfläche bekommt. Ich hatte gehofft, durch diese Gegenüberstellung mehr Klarheit darüber zu bekommen, welche App mir besser gefällt, und natürlich auch eine Empfehlung an euch weitergeben zu können, aber leider haben beide Apps ihre Vor- und Nachteile, und ich bin nach wie vor unentschlossen 😀

Wie sieht’s bei euch aus? Benutzt ihr Journaling-Apps? Wenn ja, welche Features sind euch dabei besonders wichtig? Und habt ihr Erfahrungen mit Momento oder DayOne? Freu mich auf Feedback von euch!

xoxo, Großstadtprinzessin

PS: Interessieren euch solche Posts überhaupt? 😀

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