Homie: Ein Regalvorhang

Fröhlichen Montag, ihr Lieben! Eine neue Woche ist angebrochen, und mit ihr der sich ewig verjüngende und aus der Asche seiner selbst neu entstehende Vorsatz (merkt man, dass ich gerade den letzten Harry Potter gelesen habe?), produktiver, organisierter und gewissenhafter zu sein, kurzum, mehr geschafft zu kriegen. Jedenfalls bei mir ist das so. So viel zu tun, zu lernen, zu basteln, anzugehen, aufzuräumen… Einen wichtigen Punkt auf meiner Wohnungsverschönerungsliste habe ich allerdings vor etwa einer Woche endlich abgehakt. Und zwar war mir dieses Schränkchen (Regälchen?) in unserem Schlafzimmer schon seit langer Zeit ein Dorn im Auge:

Happy Monday, everyone! A new week has begun, and with it the resolution to be more productive, organized, scrupulous, in short, to get more done. At least my weeks usually start like that. There’s so much to do, to learn, to create, to begin, to tidy up… I did manage to tick an important item off my beautify-the-apartment-list about a week ago, though. Look at this little cabinet in our bedroom: It’s been vexing me for quite a while now.

Wie man sieht, war das der Ort, wo einfach alles hin verfrachtet wurde, was sonst nirgendwo Platz gefunden hatte: Spiele, meine Stapel an Notenheften und Gesangbüchern, aber auch jede Menge blöder Krimskrams, den wir nicht wegschmeißen, aber auch nicht ständig angucken wollten. Das Regal war ganz nett und leistete auch treue Dienste, aber mit dem ganzen Tand da drin verbreitete es mir einfach zuviel visuelle Unruhe.

As you can see, this was where we stuffed away everything that didn’t have a proper place: board games, my stacks of sheet music, but also a lot of stupid junk we didn’t want to get rid of, but neither wanted to constantly look at. The cabinet was nice and served us well and faithfully, but with all the stuff in there it just provided too much visual clutter for me.

Was hab ich also gemacht? Meine Nähmaschine rausgeholt, mit der ich immer noch nicht richtig umgehen kann, und unter Aufbietung all meiner Geduld (und wer mich kennt, weiß, dass ich nur sehr wenig davon besitze) und Willenskraft aus meinen Lieblings-Ikeastoff ein Vorhang-Stoffrechteck-Dingsdabumsda genäht.

So what did I do? Got out my sewing machine, which I still don’t know how to handle properly, and drawing all my patience (if you know me, you should be aware that I don’t have a lot of it) and willpower I sewed a rectangular cover thingy out of my favourite Ikea fabric.

Aaaaaah. Soooo viel besser. Es handelt sich bei dem Dingsdabumsda (tolles Wort, könnte ich den ganzen Tag sagen. Mach ich aber mal nicht.) um ein rechteckiges Stück Stoff, an allen vier Seiten gesäumt und an den beiden oberen Ecken mit kleinen Schlaufen und Haken am Regal befestigt.

Aaaah. SO much better. The cover thingy is basically just a rectangular piece of fabric, cut to size, hemmed on all four sides and fastened to the cabinet with little straps and hooks.

Kann man das erkennen? Das ganze ist so simpel gestaltet wie nur irgend möglich, entsprechend meiner schneiderischen Fähigkeiten, die noch gegen Null tendieren, und man darf eigentlich gar nicht so nah drangehen, weil man dann sieht, mit welch alarmierendem Dilettantismus die Säume gemacht sind. Ich möchte mich in diesem Zusammenhang bei der süßen Nora bedanken, die mir über Facebook gut zugeredet und Ferndiagnosen darüber gestellt hat, was mit meiner Nähmaschine nicht stimmen könnte (nichts natürlich. Ich war bin einfach nur unfähig.). Dennoch bin ich einigermaßen stolz, dass ich es (fast) alleine und ohne physisch anwesende Hilfe hinbekommen habe, und vor allem freue ich mich jetzt viel mehr über unser Regal und insbesondere über den Stoff. Und wenn man sich nicht genau davorsetzt, sieht man gar nicht, dass die Nähe total krumm und schief sind.

Can you see it? The construction is as simple as possible, matching my sartorial skills, which still converge towards zero, and actually you shouldn’t look at it this close, because then you can see the alarming dilettantism with which the hems were sewn. I’d like to thank the sweet Nora at this point, for calming my temper via facebook and for guessing from afar what could be wrong with my machine (which was nothing, of course. I was am just incapable.). Still I’m a little proud for managing this myself, without someone being physically there to help, and I’m much more happy about the cabinet and the fabric now. And if you don’t sit down right in front of it, you can’t actually see how wonky the seams are at all.

Ich kann euch leider noch nicht den Rest des Schlafzimmers zeigen, weil wir demnächst dortselbst die Möbel umräumen wollen und überhaupt noch einiges unfertig ist. Aber auch das kann hoffentlich demnächst in die Tat umgesetzt werden, getreu dem allwöchentlichen Vorsatz, mehr geschafft zu kriegen. Und so schließt sich der Kreis. 😉

Ich hoffe, euch hat dieser kleine Einblick in einen Winkel unseres Schlafzimmers gefallen und wünsche noch einen großartigen Montagabend! 🙂

I’m afraid I can’t show you the rest of the bedroom yet since we’re planning to move the furniture around in there and there’s generally a lot to be finished. But hopefully this can be put into action as well, following the weekly resolution to get more done. And that’s how the circle becomes complete. 😉

I hope you enjoyed this little insight into one corner of our bedroom and wish you a great monday evening! 🙂

xoxo, Großstadtprinzessin

5 Responses to Homie: Ein Regalvorhang

  1. Wie einfach man doch einen Schrank leicht verschönern kann. Vielleicht werden du und deine Nähmaschine doch noch Freunde.

    Liebe Grüsse Katja

  2. Hallo,

    mein Plan ist es seit Wochen, einen Vorhang zu nähen, der vor mein Regal gehängt werden kann, indem ich oben und unten in den Ecken Haken anbringe und gesäumten Stoff spanne.
    Gestern war ich bei Ikea und habe Stoff gekauft.
    Heute gucke ich zum ersten Mal ins Internet, google “Regalvorhang nähen”, finde diese Seite und bin verwirrt.
    Ich war wohl nicht die erste, die auf die Idee gekommen ist, mit exakt DIESEM Stoff ein bisschen mehr Ruhe und Struktur in ihr Zimmer zu bringen. 😀
    Nur hatte ich bis jetzt noch Hemmungen, Haken in mein Regal zu schrauben… nur jetzt, wo ich es mal so sehe, muss es passieren.
    Sehr schön geworden. 🙂

    Liebe Grüße

  3. Pingback: SachenMachen: Bemalte Vasen | Großstadtprinzessin

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