Homie: Schubladenregal

Ladies and Gentlemen, seid ihr eigentlich auch so genervt von diesem Semi-Sommer wie ich? Dieses dauerhaft nasse und viel zu kalte Wetter hat mich jetzt mittlerweile soweit, dass ich anfange, von herbstlichen Kuschelpullis und Kakao am Kamin zu träumen. Und das sind, meiner bescheidenen Meinung nach, definitiv die falschen Träume für Mitte Juli.

Aber naja, wenn man also bei diesem Wetter wenig Lust verspürt, die ganze Zeit draußen zu sein, muss man es sich eben in seinen vier Wänden so gemütlich wie möglich machen. Daher haben der Großstadtprinz und ich letztes (oder vorletztes?) Wochenende ENDLICH unser Küchenprojekt fertiggestellt. Ihr müsst nämlich wissen, unsere Küche ist winzigklein, und Stauraum ist Mangelware. Wir hatten indes eine ungenutzte Wand neben der Tür, und weil Ikea einem ja immer eintrichtert, die Wände zur Aufbewahrung mitzubenutzen, nahm die Idee eines zusätzlichen, kleinen Regals schnell Gestalt an. Von meiner Mutter kam der Impuls, doch einfach eine ausrangierte Schublade zu nehmen, sodass wir fleißig den Sperrmüll durchkämmten und schließlich fündig wurden.

Since the weather is really ghastly at the moment, at least for July, I really don’t feel like spending much time outdoors, and that’s why we’re trying to make our home as inviting as possible. So last weekend my boyfriend and I finally finished our kitchen project. The kitchen in our apartment is tiny, you know, and storage space is scarce, but much needed. We had an unused wall next to the door, though, and since Ikea always teaches us to use the walls for storage as well, we quickly developped the idea of additional wall shelves. My mother suggested to simply re-use an old drawer; we found this one along the road:

Das ist also besagte Schublade. Ich hab sie grün angestrichen, weil in der Küche auch zwei Wände grün sind und wir halt noch was von der Farbe übrig hatten. Ja, ich habe eine Schublade aus Massivholz mit Dispersionsfarbe angestrichen und dabei weder eine Grundierung noch einen Überlack verwendet. Ich komme bestimmt in die Heimwerkerhölle.

So this is said drawer. I painted it green, because two of our kitchen walls are green and we had some leftover paint. Yes, I painted a solid wood drawer with wall paint and neither used a primer nor a clear varnish. I’m certainly going to land in DIY-hell.

Hier seht ihr das gute Stück in seiner ganzen Pracht. Das Zwischenbrett stammt ebenfalls aus dem Sperrmüll, wurde vom Lieblingsmenschen in Form gesägt, auch gegrünt und mit zwei kleinen Stahlwinkeln festgeschraubt.

Here it is in all its glory. The shelf in the middle is basically from the trash as well. My boyfriend sawed it to the correct size, painted it and attached it to the drawer with two little brackets.

Unten drunter hat er freundlicherweise noch Schraubhaken angebracht, an denen jetzt unsere wichtigsten Küchenutensilien hängen:

Being the lovely young man that he is, he added hooks to the underside, which now hold our most important kitchen utensils:

Das beste am Regal ist, dass es direkt neben dem Herd hängt und alles beherbergt, was man so dringend zum Kochen benötigt (also Öl, Gewürze, Salz und Pfeffer, Ofenhandschuhe etc.). Keine Rennerei zum anderen Ende der Küche (ok, das ist nur ein sehr kurzer Weg, aber trotzdem) mehr! Das Schubladenregal dient also quasi der Prozessoptimierung.

The best thing about the drawer shelf is that it’s located directly next to the stove and holds everything we directly need for cooking (oil, spices, salt and pepper, oven mitts etc.). No more running to the other end of the kitchen (well, that’s a rather short distance, but still)!

Aber das allerallerbeste ist, dass uns das Schubladenregal keinen einzigen Cent gekostet hat! Nüscht! Das Holz stammt aus dem Sperrmüll, die Farbe hatten wir noch übrig und die Beschläge usw. gehören beim Großstadtprinzen zur Grundausstattung. Yippieh! Resteverwertung bzw. Recycling at its best. Und außerdem finde ich es wunderwunderschön. Aber das nur am Rande.

But the very very best thing is that it didn’t cost us anything. Nada! The wood is from the trash, the paint was left over and the hardware belong to our basic equipment. Recycling at its best. And besides I find it breathtakingly beautiful. But that’s just me.

Ich hör jetzt auf, von unserem selbstgebauten Regal zu schwärmen, weil wir uns jetzt, dem Wetter angemessen, mit einem Film und vielleicht auch mit warmem Vanillepudding aufs Sofa fläzen. Hoffentlich habt ihr auch noch einen gemütlichen Abend! 🙂

I’ll stop gushing about our selfmade shelves now because we’re going to lounge on the sofa with a movie and maybe some warm vanilla pudding now. Hope you guys have a cozy evening as well! 🙂

xoxo, Großstadtprinzessin

 

10 Responses to Homie: Schubladenregal

  1. Oh wow – was für eine coole farbe! Sieht fast aus als könnte man es auch bei Ikea kaufen. 😉 das ist auf jeden Fall richtig schick geworden. Unsere küchenwände haben ein ähnliches grün…
    Tolle sachen, die du hier so auf deinem Blog vorstellst. Es grüßt eine neue (eigentlicht eher stille) mitleserin! Hab noch eine gemütliche Woche! (:

  2. Hallo Wolke,
    vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Ich freue mich immer besonders über neue “Stimmen” hier auf meinem kleinen Blog. Und sehr nett auch von dir, dass es dir hier gut gefällt. Das rotzgrüne Regal (ja, die Farbe ist durchaus kontrovers) sieht, wie ich finde, schon deutlich sebstgemacht aus, aber das gehört zum Charme dazu.
    Dir auch noch eine tolle Woche und ich würd mich freuen, demnächst mehr von dir zu hören! 🙂
    Ganz liebe Grüße,
    Großstadtprinzessin

  3. Das ist richtig, richtig toll! Mir gefällt die Farbe auch unheimlich gut, auch wenn sie wahrscheinlich nicht in meine Wohnung dürfte ;P

    Ich kenn das Gefühl, wenn man ENDLICH was in Angriff genommen hat, gestern haben wir 4 neue Regale an der Wand befestigt, die schon seit Monaten herumstehen 🙂

    Liebe Grüße,
    Janneke

  4. ziemlich cool! Und mich beruhigt, dass man scheinbar auch Sachen ohne Grundierung und Schnickschnack einfach so anstreichen kann 🙂

    Auch toll finde ich die Spaghettidose, ein Traum!

  5. Pingback: a red apple hat Besuch: Großstadtprinzessin | a red apple

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