Mein Projektheft für die Masterarbeit

Bei dem heutigen Post war ich unsicher, ob ich ihn euch überhaupt zeigen soll, weil die Idee weder besonders innovativ oder originell ist, noch besonders attraktiv aussieht. Ich hab mich dann aber trotzdem dafür entschieden, weil ich dachte, vielleicht kann der eine oder andere von euch ja was damit anfangen. Wenn nicht, habt ihr hiermit meine Erlaubnis, diesen Blogpost zu überspringen 😉

I wasn’t sure whether to actually publish this post or not, because the idea I want to talk about isn’t exactly new or original, and it doesn’t even look that good. In the end I decided to go for it, because I thought some of you might be interested. If you aren’t, you have my expressed permission to skip this blogpost 😉

Projektheft 1

Es geht um dieses kleine Heftchen, das ich als Projektheft für meine Masterarbeit genutzt habe. Ich wollte mit Absicht nur ein dünnes Heft haben, weil ich wusste, dass ich das eh nicht vollkriege mit den Notizen zur Abschlussarbeit, und auf diese Weise hat man nicht eine tolle, dicke Kladde angebrochen. Das Heft selbst ist von Depot, und ich hab nichts weiter gemacht als ein kleines weißes Etikett vorne draufzukleben. Es ging nicht um Schönheit, sondern um Funktion.

It’s all about this little notebook, which I used as a project book for my master’s thesis. I chose such a thin booklet on purpose, because I knew I wouldn’t be able to fill it up anyway, and this way I don’t have half of a pretty book lying around unused. I found the notebook itself in a store in my hometown, and I added nothing to it except a little white label on the cover. It’s about function, not beauty.

Projektheft 3

Innendrin ist es auch nicht so besonders sexy alles. Ich brauchte einfach einen Ort, wo ich alles abladen kann, was mir so im Kopf rumging; wer schon einmal so ein großes Projekt wie eine Abschlussarbeit in Angriff genommen hat, weiß, dass einem dabei Hunderttausend kleine Dinge im Kopf rumspuken, und die müssen einfach zwischendurch mal raus. Eine Art Braindump, gewissermaßen. Außerdem hatte ich zwischendurch Panik, Dinge zu vergessen, Gedanken, Ideen, Literaturhinweise –  und das Gefühl, dass alles in meinem Heftchen steht und ich es ganz bestimmt wiederfinde, wenn ich es brauche, war sehr beruhigend für mich.

The inside isn’t that attractive either. I just needed a place where I could dump everything that was going around in my head; if you’ve ever started a big project such as a final thesis, you’ll know that there are millions of tiny little details floating around in your head, and sometimes you just need to get them out. Like a braindump. Also sometimes I was panicky that I might forget something, ideas, thoughts, books to read – and the knowledge that it was all written down in this book was very calming for my nerves.

Projektheft 4

Ich hab wirklich einfach alles reingeschrieben, was mir so einfiel: Bücher, in die ich noch mal reingucken wollte, Hinweise auf interessante Quellen oder Objekte, Listen, Aufgaben, Ideen, eigene Schlussfolgerungen und Ergebnisse. Eine Ordnung hatte das ganze nicht…

I wrote everything in: Books that I wanted to check out, interesting sources or objects, lists, tasks, my own thoughts and conclusions. There was no rhyme or reason to it…

Projektheft 5

… deshalb hab mir ein Colour-Coding-System überlegt, damit alles ein bisschen mehr Struktur bekommt. Auf dem Innencover ist ein Post-it mit dem Farb-Key, wie beim Bullet Journal 🙂 Ich muss übrigens sagen, obwohl ich mein Bullet Journal als Planer und Organisationsmethode nicht mehr nutze, habe ich durch das System wahnsinning viele Tricks gelernt, die ich zum Teil beim Notizenmachen immer noch anwende.

… that’s why I created a colour coding system to make things a bit more structured. On the inside cover I put a sticky note with a colour key, just like in my Bullet Journal 🙂 By the way, even though I don’t use the Bullet Journal anymore as an organizational tool, I learned a lot of tricks of how to make your notetaking more organized and efficient, and I still use a lot of them.

Projektheft 6

Wie man sieht, ist das Innenleben wirklich messy. Aber es musste wie gesagt in erster Linie funktional sein und schnell gehen. Später, als es an die Finalisierung der Arbeit ging, bin ich das ganze Heft nochmal durchgegangen und hab alles durchgestrichen, was ich nicht mehr brauchte oder schon eingearbeitet hatte. Auf diese Weise ist tatsächlich garantiert, dass man nichts vergisst oder übersieht (vorausgesetzt, man beschränkt sich wirklich auf ein einziges Notizheft, und führt nicht für ein Projekt mehrere parallel).

As you can see, the inside really is messy. But as I said, functionality was very important, and it had to be quick. Later on in the process of the thesis, when I was almost done, I took the notebook and scanned it for any bits and pieces that I might have overlooked. I crossed out anything that I had already incorporated into the text or that I didn’t need anymore. This way I made absolutely sure I hadn’t forgotten anything crucial.

Projektheft 2

Ich kann jedem, der größere und komplexere Projekte stemmen muss, ein solches Projektheft oder -buch wirklich nur empfehlen. Mir hat es enorm dabei geholfen, nicht in Panik zu geraten oder den Verstand zu verlieren 😉

I cannot recommend this enough: If you are working on a big and complex project, try using a book like this. It sure helped me to stay sane 🙂

xoxo, Großstadtprinzessin

4 Responses to Mein Projektheft für die Masterarbeit

  1. Ich persönlich habe meinen unübersehbaren Stapel handschriftlicher Notizen nach der Abgabe in die Tonne gedrückt und das befreiende Gefühl ausgekostet 😉

  2. Das ist eine sehr gute Idee! Vieles habe ich bisher digital gemacht oder auf einzelne Zettel notiert und mit Glück auch abgeheftet… so geht vieles auch unter, da ich Notizen mit meinen Mitschriften mische… ich werde es ausprobieren! Danke 😀

    • Hi Ela, ich finde es immer wahnsinnig hilfreich, einfach alles an einem einzigen Platz zu haben, sonst werde ich bekloppt. Du kannst ja berichten, wie du mit dem System klarkommst, wenn du es ausprobierst! 🙂

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