My Journaling Supplies

Ich hab euch vor einer ganzen Monsterweile mal einen Eintrag darüber versprochen, was für Materialien ich so zum Journaling benutze. Der kommt heute und beantwortet hoffentlich ein paar eurer Fragen. Bezugsquellen schreibe ich euch, soweit möglich und sinnvoll, in den Text. Wenn noch weitere Fragen offen sind, z.B. woher ich bestimmte Produkte oder Printables habe, einfach einen Kommentar schreiben! 🙂

Journals

Journals & Bücher

Mein Journal vom letzten Jahr ist ein Skizzenbuch, A4, schwarz, mit Spiralbindung und Aquarellpapier (weil ich, als ich es kaufte, noch der naiven Vorstellung erlegen war, ich würde meine Aquarellstifte benutzen. Lächerlich.). Ich habe es bei Modulor für einen vernünftigen Preis erworben und war das ganze Jahr über durchaus angetan von der Qualität und Haltbarkeit dieses Buches. Natürlich ist das Außencover ein bisschen öde, aber als kreativer Mensch muss man in einer schwarzen Fläche eher eine jungfräuliche Leinwand sehen, auf der man sich nach Herzenslust austoben kann. Dementsprechend ziert die Vorderseite eine 2013 aus verschiedenen bunten Papieren (inspiriert von diesen hübschen Kladden von Kikki.K), und auf die Rückseite habe ich einen Donald geklebt, den ich mal aus einer Butlers-Papiertüte ausgeschnitten hatte (da könnt ihr in diesem Post sehen). Das Journal für 2014 hingegen ist ein Notizbuch, das meine Mutter von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz erhalten hat (soweit ich weiß, nicht käuflich zu erwerben), mit ordentlichem, festen Papier (aber kein Aquarellpapier), auf dem man schön schreiben kann. Ihr seht also, ich bin da nicht so festgelegt und nehme eher, was ich kriegen kann! 😀 Ich hab das Buch mit diesem Papier zum Downloaden von Mini-Eco beklebt, an der Seite mit einem Streifen pinkem Neon-Washi (von Butlers) verziert und ein hellgrünes Lesebändchen hinzugefügt (die kann man manchmal im Set in Buchläden kaufen, einfach mal die Augen offenhalten). Beide Tagebücher werden mit stabilen Gummibändern aus der Smash-Reihe zusammengehalten (die gibt’s z.B. hier bei Dani Peuss zu kaufen), weil sie früher oder später zwangsläufig aus allen Nähten platzen.

Stifte

Stifte

Ich habe ziemlich viele Stifte. Buntstifte, Aquarell-Buntstifte, Fineliner, Filzstifte in verschiedenen Stärken, Textmarker, Kulis, Gelstifte usw… Zum Schreiben benutze ich meistens diese Rollerball-Stifte von Aldi, die es in verschiedenen Farben und Stärken gibt (immer wenn sie im Angebot sind, renne ich zu Aldi und tätige Hamsterkäufe. Der Großstadtprinz steht dann daneben und schüttelt fassungslos den Kopf.), allerdings hängt das auch sehr vom Papier ab, auf dem ich schreibe. Ich mag auch den Stift, der bei meinem Smashbook dabei war (der Stift und Kleber in einem ist); mit Kuli schreibe ich allerdings extrem ungern, weil ich finde, dass der meine Handschrift versaut. Diese kleinen bunten Filzstifte sind übrigens von Muji und ich liebe sie sehr, weil es sie in allen Farben gibt und weil sie so schön handlich sind. Fineliner und große Filzstifte sind ganz klassisch von Stabilo, Bunt- und Aquarellstifte grundsätzlich von Faber-Castell. Übrigens kann man mit bunten Finelinern im Journal sehr gut experimentieren, indem man z.B. jeden Satz / Absatz in einer anderen Farbe schreibt!

Labels und Sticker

Sticker & Etiketten

Ich liebe Sticker und Klebelabels. Habt ihr als Kinder auch ein Stickeralbum gehabt und Sticker getauscht? Am begehrtesten waren immer die mit Filz, und nach einer halben Stunde Stickertauschen hat es einem unter den Fingernägeln wehgetan. Aber ich schweife ab… Für Sticker habe ich verschiedene Quellen. Erstaunlicherweise gibt es in Schreibwarenläden oft nur eine sehr bescheidene Auswahl, in Spielzeugläden hat man da meist schon mehr Glück. Eine meiner Neuentdeckungen in Sachen Sticker ist übrigens Tedi, dieser schreckliche Ein-Euro-Laden, um den ich immer einen riesigen Bogen gemacht habe, allein schon wegen dem fiesen Plastik-Geruch… Aber letztens war ich dann doch mal drin, und bin mit einem Riesenhaufen wunderschöner und extrem günstiger Sticker wieder nach Hause gegangen. Scheut euch also nicht, auch mal in Ramschläden zu gucken, da findet man manchmal richtige Schätze! Was Etiketten betrifft, bekommt man natürlich jede Menge schlichte weiße Labels in verschiedenen Formaten in jedem Büro- und Schreibwarenladen. Die finde ich aber oft langweilig. Die coolen bunten Labels in Neon-Farben habe ich tatsächlich im Supermarkt gefunden (ich glaube, bei Edeka), und bei Rossmann gab es letztens sehr hübsche mit Karomuster. Außerdem gibt es Unmengen von Freebies online, die man zuhause auf Etikettenpapier ausdrucken kann (einfach mal nach “free printable labels” googlen), übrigens auch als Sticker (z.B. hier oder hier). Damit ich nicht einen Riesenhaufen loser Sticker und Stickerblätter rumfliegen habe, sind alle meine Sticker in einem kleinen Fotoalbum von dm organisiert. So kann ich durch die Seiten blättern und auf einen Blick sehen, was ich alles habe.

Washi Tape

Washi Tapes

Tja, dass ich ein Washi-Suchti bin, ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr. Gute Bezugsquellen hierfür sind natürlich verschiedene Shops bei DaWanda, Etsy, Amazon oder auch Modulor. Mittlerweile (vor zwei Jahren war das noch anders, da wusste kein Mensch was Washi Tape ist) gibt es aber auch in “Offline”-Läden Washi-Tapes zu kaufen, z.B. bei Butlers oder TK Maxx.

Journaling Cards

Journaling Cards

Vielleicht habt ihr schon einmal von ‘Project Life’ gehört, einer Scrapbooking-Methode, bei der Fotos und eben sogenannte Journaling Cards in transparente Folien gesteckt werden, was den ganzen Prozess extrem vereinfachen soll. Während ich von ‘traditionellem’ Scrapbooking und auch von Project Life eher wenig halte, bin ich doch ein großer Fan von Journaling Cards, die man mit kleinen Stories beschriften und in sein Tagebuch kleben kann. Natürlich sind sie auch für tausend andere Zwecke einsetzbar, z.B. im Filofax oder als kleines Goodie in Briefen. Jedenfalls hat dieser Project-Life-Boom dafür gesorgt, dass es etliche Journaling Cards als Freebie online gibt (übrigens sind alle Karten, die ich benutze, kostenlos. Ich hab noch nie einen Cent für Journaling Cards bezhlt). Es gibt schlichtere und dekorativere, in tausend verschiedenen Farben und Designs, und oftmals ist auch noch ein kleiner ‘Prompt’, also eine Art Schreibimpuls auf der Karte enthalten. Ich bin jedenfalls ein Fan von Journaling Cards und benutze sie sehr gerne in meinen Journals, vorzugsweise für Dinge wie kleine Listen, die mit dem eigentlich Text nichts zu tun haben o.ä.

Magazine Cutouts

Ausschnitte aus Zeitschriften und Magazinen

Eine weitere Quelle für Journaling-Material sind Magazine, Kataloge und Zeitschriften. Alles, was bei uns so ins Haus flattert, seien es H&M-Kataloge, das Edeka-Magazin oder die Living at Home, wird grundsätzlich beim Lesen mit Eselsohren versehen und dann fröhlich auseinandergeschnippelt. Hier bieten sich z.B. Outfits an, die euch gefallen, Ideen, die ihr festhalten möchtet, Rezepte, Zeitungsartikel etc., aber auch einfach schöne Bilder oder Schriftzüge eignen sich gut. Einfach mal beim nächsten Durchblättern die Augen offenhalten!

Hole Punches

Locher & Stanzer

Ich hab eine Lochzange, mit der man jeweils ein einzelnes Loch machen kann, einen ganz normalen Zweier-Locher sowie verschiedene Motivstanzer. Mit den Motivstanzern kann man aus hübschem Papier diverse Formen ausstanzen, wobei ich hierbei gerne sowohl das entstandene ‘Konfetti’ sowie das Papier mit den ausgestanzten Löchern benutze. Mittlerweile unverzichtbar ist auch mein Eckenrunder, weil ich finde, dass abgerundete Ecken oft sehr schnieke aussehen 🙂

Stempel

Stempel

Stempel benutze ich eigentlich viel zu selten. Ich habe verschiedene Sorten: Gekaufte Stempel (der große Stempel mit dem transparenten Griff hat ein Matrioshka-Motiv und ist von modes4u.com, die kleinen bunten Stempel mit den Frühlingsmotiven stammen aus einem Ostereier-Stempelset von Rossmann), Buchstabenstempel (von Muji), einen Datumsstempel (von Smash, erhältlich z.B. bei Dani Peuss) sowie selbstgemachte Stempel. Vor Urzeiten hab ich mal ein Tutorial zum Selberschnitzen von Radiergummi-Stempeln gemacht – das war einer meiner ersten Posts überhaupt, also seid gnädig, wenn ihr auf den Link klickt – und dabei ein Bastelmesser benutzt, man kann aber auch, z.B. über DaWanda, ein Stempelschnitzset bestellen. Meins enthielt damals einen Linolblock sowie das Schnitzwerkzeug mit verschiedenen Aufsätzen. Es macht echt Spaß, Stempel selber zu schnitzen, ich kann es nur empfehlen!

Clips

Büroklammern & Clips

Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen langweilig, aber Büroklammern und diese tollen Clips (ich glaube die heißen auf deutsch ‘Foldback-Klammern’) sind für mich total essentiell. Es kommt z.B. öfter vor, dass man auf der Seite keinen Platz mehr hat, aber unbedingt noch einen Flyer o.ä. unterbringen möchte; in solchen Fällen benutze ich einfach eine Büroklammer. Sie sind auch praktisch zum Zuhalten von irgendwelchen Heftchen, die ihr eingeklebt habt. Natürlich gibt es mittlerweile auch Motiv-Büroklammern (wie die mit dem Fahrrad im Bild), die haben aber für mich eher dekorativen Wert.

Umschläge

Umschläge

Umschläge sind SUPER. Warum: Man klebt sie ein, und hat erstens innendrin Platz (z.B. für Fotos, Visitenkarten, Broschüren usw.), und kann dann nochmal außen was draufkleben oder –schreiben. Ich benutze Umschläge in ganz vielen verschiedenen Farben, Formen und Größen und mache auch gerne welche selber, aus gemustertem Papier, Landkarten oder hübschen Seiten aus Zeitschriften. Bunte Briefumschläge gibt es manchmal bei Aldi und/oder Tchibo; und auch hier gibt es einiges an Freebies in den endlosen Weiten des Internets.

Labelmaker

Labelmaker

Ich liebe diese schwarzen Streifen mit den weißen geprägten Buchstaben darauf, die sind so schön retro. Ich hab allerdings lange gebraucht, bis ich ein entsprechendes Gerät gefunden hatte (ähnlich wie beim Washi Tape war vor zwei Jahren das Angebot noch längst nicht so umfangreich wie heute). Mein Labelmaker kommt ebenfalls aus der Smash-Reihe (z.B. hier zu kaufen) und war ziemlich günstig, allerdings muss ich schon sagen, dass ich mit der Qualität eher unzufrieden bin. Sicherlich gibt es stabilere Geräte für ein bisschen mehr Geld, aber fürs Erste tut es meiner auch ganz gut. Übrigens gibt es natürlich diese Prägetapes nicht nur in Schwarz, sondern in allen möglichen Farben (Neonpink!).

Memorabilia & Fotos

Wie ich es mit Fotos und Memorabilia (d.h. Eintrittskarten, Bustickets, Flyer, Visitenkarten, Popcorntüten etc.) halte, habe ich in meinem Post zur Journaling-Routine schon erklärt, deshalb wiederhole ich das jetzt hier nicht nochmal. Klickt einfach rüber, wenn euch das interessiert!

Kleber

Kleber

Ich benutze verschiedene Arten von Klebstoff: stinknormale Klebestifte (gibt’s im Bastelladen, im Supermarkt, im Euro-Laden…), Kleberoller und Fotoklebeecken. Bei den Klebestiften ist mir die Marke eigentlich egal, da achte ich eher auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ähnliches gilt für die Fotoklebeecken, die übrigens total praktisch sind, weil sie erstaunlich gut haften. Ich verwende sie für Fotos, aber z.B. auch um Streifen meines schwarzen Prägetapes festzukleben, das gerne mal wieder abfloppt vom Papier (ein Versuch meinerseits, hierfür Klebestift oder Flüssigkleber zu verwenden, ist kläglich gescheitert, weil dadurch irgendwie die weiße Farbe verblasste). Der Kleberoller ist auch superpraktisch, da er stark und vor allem sehr sauber und präzise klebt. Allerdings gehen meine immer ziemlich schnell leer, wenn ihr also eine ergiebigere Variante wisst, schreibt sie mir bitte in die Kommentare!

Uff. Auch das ist wieder ein ziemlich umfangreicher Post geworden, deswegen frag ich euch nur noch schnell, was für Materialien ihr gerne in euren Journals oder Scrapbooks benutzt, und verabschiede mich etwas erschöpft bis zum nächsten Mal 😉

xoxo, Großstadtprinzessin

Dear international readers, since this is a very, very long post and I am a little short on time, I hope you’ll forgive me for not translating the entirety of the writing. It’s basically about what materials I use for my journals, what I do with them and where to get them in Germany. I hope most of the pictures speak for themselves, however do feel free to write a comment, should you have any questions about anything at all!

6 Responses to My Journaling Supplies

  1. hab deinen post auf ig gesehen und bin direkt mal hier rüber gehüpft 🙂 toller post! muji mag ich auch total gerne und die fotokleber von dm horte ich auch stapelweise 🙂
    lg
    bina

  2. Hallo,

    wieder ein ganz toller Post. Ich liebe dein Journaling-Posts.
    Seit ich letztes Jahr über deinen Blog gestolpert bin, habe ich selbst damit angefangen und bin immer wieder begeistert wenn ich was von dir hier bestaunen kann.
    Leider bin ich dieses Jahr zu noch nichts gekommen wieder was zu machen *heul*, dabei hab ich mir extra ne To-Do-Liste gemacht.. Vielleicht schaff ichs ja mal wieder am Wochenende.

    Ich nutze fast die gleichen Utensilien wie du und bei mir wird auch jedes Heft oder Magazin nach schönen Bildern und Schriftzügen durchforstet. Briefumschläge mache ich, durch dich, inzwischen auch selber. Sieht einfach viel besser aus und ist persönlicher.

    Mach weiter so, ich find deinen Blog toll. Daumen hoch 🙂

    Jani

    • Hi Jani, vielen lieben Dank für deinen sehr netten Kommentar, der hat mir den ganzen Tag versüßt 🙂 Es freut mich wahnsinning, dass ich dich durch meine Posts zum Journaling animieren konnte. Und mach dir keine Sorgen wegen dieser Phasen, in denen man keine Zeit oder Lust dazu hat – solche Phasen habe ich auch, aber ich versuche, mir deswegen keinen Stress zu machen. Fang einfach irgendwann wieder an, wenn du magst. Ganz simpel, ein Tagebucheintrag, ein kleines Foto dazu, ohne viel Tamtam. Die Kreativität kommt in der Regel beim Arbeiten 😉

  3. Ich benutze immer die Kleberoller von dm. Die kleben super und sind die günstigsten, die ich bislang gefunden habe (12 Meter für um die 2 Euro, glaube ich)!

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